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Archiv: Februar 2008

Das vergiftete Angebot der Bush Administration

29. Februar 2008, Kommentare (0)

WikimediaDaniel Price, ein Mitarbeiter des US Präsidenten für “International Economic Affairs”, hat am Montag in Paris die Bereitschaft der USA erkennen lassen, bindende internationale Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasen einzugehen.

Das ist doch erst mal eine schöne Sache, oder? Sieben Jahre nachdem G.W. Bush mit lauter Fanfare seinen Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll verkündet hat, scheint er nun zum Umdenken bereit. (weiterlesen…)

Erblasten des fossilen Zeitalters

25. Februar 2008, Comments (3)

by tobstone on flickrWir sind ja alle für Umweltschutz, und für erneuerbare Energien sowieso. Rote (2x), Schwarze, Gelbe, Grüne… quer durch die Parteien. Bloss seien die erneuerbaren Energien halt schrecklich teuer, und Kohle billig, so das Vorurteil vieler. Also werden Kohlekraftwerke quer durch die Republik geplant und gebaut.

Doch nun hat es gerummst im Saarland, und mit den Rissen in den Wänden klaffen plötzlich auch die Risse im Vorurteil von der billigen Kohle meterweit auf. Denn Kohle ist das klassische Beispiel der Verlagerung von Kosten auf unsere Nachfahren. (weiterlesen…)

Mehr Wind!

21. Februar 2008, Kommentare (1)

Zwischendurch mal eine gute Nachricht: Die Windenergie wächst weltweit weiter in atemberaubenden Tempo: 2007 betrug der Zuwachs satte 26.6% an installierter Kapazität, das ist ein noch schnelleres Wachstum als im Vorjahr (25,6%).

Wachstum der Windenergie

Die größten Wachstumsmärkte: USA, Spanien, China und Indien. Dabei wuchs die installierte Kapazität in China um 127%. Quelle: World Wind Energy Association. Deutschland hat zwar noch eine Spitzenposition bei der installierten Kapazität, fällt aber beim Zubau deutlich ab. Es wird Zeit, dass hier die Rahmenbedingungen für Windenergie wieder besser werden, v.a. im Repowering.

Zum Vergleich: Die 2007 waren 5 Atomreaktoren weniger in Betrieb als 2002. Quelle: World Nuclear Industry Status Report

Die Klimakrise im Film

19. Februar 2008, Kommentare (1)

(c) SAT 1Die Klimakrise im Film darzustellen ist eine besondere Herausforderung. Eigentlich ist es bisher nur Al Gore’s “Eine unbequeme Wahrheit” wirklich gelungen, dem Thema gerecht zu werden. Es ist anscheinend schwierig, die Dringlichkeit des Handelns zu kommunizieren, ohne in das Genre des Katastrophenfilms abzugleiten.

Besonders problematisch war vor wenigen Jahren “The day after tomorrow”. Ein Film, der zwar einige dem Klimapolitiker und Klimaforscher bekannte und damit durchaus realistische Muster reproduzierte, dann aber in völlig irreale Szenen eines Einfrierens von New York abkippte. (weiterlesen…)

Lomborgs Schlaflied

14. Februar 2008, Comments (12)

WikipediaDer Tagesspiegel ist sich nicht zu schade, einmal mehr die alte Medienmasche zu reiten: Finde jemanden, der den Klimawandel leugnet oder ihn für unwichtig erklärt, und gib ihm reichlich Platz in Deinen Spalten.

Das ist News, weil es der Mehrheitsmeinung widerspricht, dass wir jetzt rasch gegen die Klimakrise handeln müssen. Und es ist bequem, weil man lieber die Botschaft hört, dass doch alles beim Alten bleiben kann, anstatt der “unbequemen Wahrheit” von Al Gore zu lauschen. Also eine “bequeme News”, altbekannt und doch immer wieder gern reproduziert. Und doch so gefährlich wie ein Schlaflied für den Lenker eines Lastwagenfahrers, der nachts auf einen Abgrund zurast und dem schon die Augenlider zugefallen sind. (weiterlesen…)

Das Recht auf Entwicklung in Zeiten der Klimakrise

13. Februar 2008, Kommentare (0)

www.boell.de/GDRsHäufige Leser dieses Blogs mögen meine wiederholten Hinweise sicher schon kennen: Zu den Klimaverhandlungen in Bali haben wir die Studie “The Right to Development in a Climate Constrained World” publiziert und dort der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Sie hat in Bali ein ausserordentlich großes Echo gefunden, und ihre zentralen politischen Annahmen sind durch den Verlauf der Verhandlungen bestätigt geworden. Der ehemalige UN-Untergeneralsekretär Nitin Desai hat zudem im indischen “Business Standard” das Greenhouse Development Rights Framework sehr positiv kommentiert, und der ehemalige Weltbank-Chefökonom Sir Nicholas Stern publizierte nach Bali die gleiche These: Now the rich must pay. (weiterlesen…)

Klima: Alarmstufe Rot

8. Februar 2008, Comments (7)

Climate Code Red (Klima-Alarmstufe Rot) heisst eine neue in Australien erschienene Studie (Download hier). Wie auch der renommierte Klimaforscher James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies, stellen die Autoren die These auf, dass wir bereits mitten im gefährlichen Klimawandel stecken. Hansen wie die Autoren von Climate Code Red plädieren dafür, in einem Notprogramm die Treibhausgasemissionen sehr rasch zu senken und zwar, so Hansen, langfristig sogar unter die aktuelle CO2-Konzentration von 380 ppm auf ca. 350 ppm! (weiterlesen…)

EU Emissionshandel wohin?

7. Februar 2008, Comments (6)

EU LogoDie EU Kommission hat vor 2 Wochen ein großes Klimapaket vorgelegt. Ein Kernstück ist die Reform des EU Emissionshandelssystems. Mit dieser Reform könnte es gelingen, das Emissionshandelssystem von einem Instrument zur Umverteilung von unten nach oben zu einem Instrument für den Klimaschutz zu machen.

Als der EU Emissionshandel 2003 beschlossen wurde, ist eine Frage kaum gestellt worden: Wem gehören eigentlich die Emissionsrechte? (weiterlesen…)

Tata Nano – eine indische Stimme

6. Februar 2008, Comments (2)

Sunita Narain, langjährige Partnerin der Heinrich-Böll-Stiftung und eine der prominentesten Umweltschützerinnen Indiens, hat ein spannendes Editorial zum billigsten Auto der Welt, dem Tata Nano, geschrieben.

Ihr Punkt: There is no doubt that any car that is small is better than a big car in terms of fuel economy and emissions. There is also no doubt that affordable cars are better than expensive ones. But the question is in what direction is Nano leading us. The issue is not small, cheap cars or big, expensive cars, but all cars. The issue is whether it is helping mobility and at what price.

Lesen Sie selbst!

Rückschläge für CO2-Speicherung

4. Februar 2008, Kommentare (1)

Carbon Capture and Storage (CCS) heisst eine potentielle Klimaschutztechnologie, an der sich die Geister scheiden. Es geht um die Abscheidung und Einlagerung von CO2 aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. (Hier geht’s zum Wikipedia-Eintrag dazu).

Futuregen CCS Anlage, aus Wikipedia

Für die Kohlelobby ist diese Technologie die letzte Hoffnung, ihrem Rohstoff eine Zukunft zu geben. Ansonsten bedeutet die Klimakrise eher kurz- als langfristig das Aus für Braun- und Steinkohle. (weiterlesen…)

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Lili FuhrLili Fuhr
Lili Fuhr arbeitet zu Klima- und Ressourcenfragen. Sie hat zwei Töchter und lebt in Berlin.
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Tilman Santarius schreibt über Gerechtigkeit und Globalisierung. Er lebt mit seiner Familie auf einem Landgut außerhalb Berlins.
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Arne Jungjohann beschäftigt sich mit Klima- und Energiepolitik. Zur Zeit lebt der gebürtige Hannoveraner in Washington.

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