McCains Schmutzkampagne « Klima der Gerechtigkeit

McCains Schmutzkampagne

30. Juli 2008,

Ich nehme an, dass einige meiner LeserInnen es sich nicht haben nehmen lassen, vor ein paar Tagen an der Berliner Siegessäule Barack Obama in Augenschein zu nehmen. Schauen Sie mal was McCain daraus macht (und vielleicht entdecken Sie sich ja auf dem Film):

An welche Gefühle und Ressentiments appelliert dieser Spot?

McCain hat ja in einigen klimapolitischen Kreisen einen guten Ruf. Immerhin hat er schon frühzeitig die Klimakrise ernst genommen und auch einen Gesetzentwurf für ein Emissionshandelssystem in den US Senat eingebracht.

Aber nun scheint er sich wirklich als populistischer Anti-Öko zu positionieren. Wer sich beim benzinpreisgebeutelten Wähler einschmeicheln will mit der Aussicht auf Ölbohrungen vor Amerikas Küsten, mit Steuernachlässen auf Benzin, der wird die Öl- und Klimakrise nicht bewältigen sondern verschärfen.

Mehr dazu auf Climate Progress:

Zu Off-Shore-Ölbohrungen und Benzinpreisen

Zu McCain und “Cap and Trade”

Zu McCain und Atomenergie

Zum Glück kann man hoffen, dass sich McCains Populismus nicht auszahlt. Dass der Wähler derlei Manöver durchschaut und weiss: Nicht neue Ölbohrungen, nur reduzierter Ölverbrauch kann die Ölpreise wieder herunterbringen. Was übrigens in den vergangenen Wochen vielleicht schon etwas gewirkt hat, nachdem die US-Nachfrage durch weniger gefahrene Kilometer zurückgegangen ist.

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Lili Fuhr arbeitet zu Klima- und Ressourcenfragen. Sie hat zwei Töchter und lebt in Berlin.
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Tilman Santarius schreibt über Gerechtigkeit und Globalisierung. Er lebt mit seiner Familie auf einem Landgut außerhalb Berlins.
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Arne Jungjohann beschäftigt sich mit Klima- und Energiepolitik. Zur Zeit lebt der gebürtige Hannoveraner in Washington.

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