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Drachen-Energie

Lassen Sie gerne Drachen steigen? Bald ist wieder Herbst und es ist ein wunderbares Vergnügen, dem Spiel des Windes mit den Drachen zuzuschauen.

Dieser uralte Zeitvertreib könnte vielleicht ein wichtiger Beitrag zur Lösung unserer Energieprobleme werden. Auf den Webseiten des britischen Guardian habe ich einen spannenden Bericht über Forschungen der Delft University of Technology gefunden, die Windenergie in großer Höhe über Drachen für die Energiegewinnung nutzen wollen.

Das Prinzip ist einfach: ein aufsteigender großer Drachen zieht stark an seiner Schnur und treibt damit einen Generator an. Wenn er am Ende der Schnurlänge angekommen ist, wird er so gesteuert, dass er langsam wieder hinuntersegelt, dabei wird die Schnur wieder eingezogen (ohne dass viel Kraft notwendig wäre, weil der Drachen anders eingestellt ist). Und dann beginnt das Ganze von Neuem, wie bei einem Jojo.

Klingt futuristisch. Aber das Experiment hat schon mal 10 kW geliefert, und eine 50 kW Version ist in Vorbereitung. Und eine Großversion soll 100 MW liefern können.

Dass das Ganze nicht nur eine Träumerei ist, lässt folgende Meldung erwarten: Google.org hat 10 Mio USD in eine Firma gesteckt, die Windenergie über Drachen nutzen will.

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Diskussion

  1. Roderick Kefferputz

    In addition: It is estimated that kites attached to cargo ships could save the shipping industry up to 25% of fuel costs.

    Best,

    Roderick

  2. Die Idee mit den Drachen ist sicher Interessant und gehört meiner Meinung nach unter die Rubrik Spielereien. Ich finde, dass wenn man schon Windenergie ausnutzen will, man dies mit den konventionellen Windräder viel effizienter erreichen kann, als mit einer Drachenlösung. Zum Einen wird ein grosser Aktionsradius gebraucht, der wiederum technisch schwer zu kontrollieren und zu handhaben ist und zum Anderen hohe Kosten verursacht. Wenn ich nun höre, dass Google.org 10 Mio USD in ein solches Projekt investiert hat, stimmt es mich schon nachdenklich, haben wir mit unserem Projekt, welches eine echte Alternative zur Lösung des Energie- und Klimaproblems darstellt, gerade mal Fr. 100’000.– von einem Investor erhalten.

  3. Es gibt doch auch die Reederei Beluga Shipping, die mit einem riesengrossen Drachen/ Segel durch die Welt shippert, ich kann mir das schon vorstellen!

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