Velotraum in Paris « Klima der Gerechtigkeit

Velotraum in Paris

14. April 2009,

Über Ostern verbrachte ich ein paar Tage in Paris. Und was ich dort erlebt habe, ist ein Vorgeschmack auf eine fahrradfreundliche Großstadt, wie wir sie als Teil einer Klimawende erleben könnten.

Unter dem Label “Velib” kann man z.B. überall in der Stadt sehr solide Fahrräder ausleihen, kostenlos für eine halbe Stunde und danach für wenig Geld. Das Fahrad wird so zum öffentlichen Nahverkehrsmittel: Überall ausleihen und überall abstellen, sonst braucht man sich nicht drum zu kümmern.

Auf fast allen größeren Strassen sind Fahrradwege, oder kombinierte Bus- und Fahrradstreifen eingerichtet. Kostbarer Strassenraum wird so für umweltfreundliche Verkehrsmittel reserviert. Schnelle Routen durchqueren die ganze Stadt.

Fahrradfreundliche Städte sind inzwischen Trend in ganz Europa. Ein Hoffnungszeichen!

Foto: von Altaide auf Flickr

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6 Kommentare

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  2. Großartig! Das machen ja mittlerweile schon recht viele Metropolen, darunter Barcelona, Stockholm und eben Paris. Nur Berlin schnarcht mal wieder vor sich hin. Dabei könnte die BVG an allen U-Bahn-Haltestellen bequem zahlreiche Leifahrräder anbieten, das ganze auf Wunsch direkt beim Fahrscheinkauf mit zu integrieren, so dass man endlich von der U-Bahn direkt aufs Fahrrad umsteigen kann, und zwar an jeder Haltestelle. Hach, aber bei dem üblichen Tempo, in dem Öko-Innovationen ind er deutschen Hauptstadt ankommen, dürfte damit nicht vor 2030 zu rechnen sein…

  3. Guten Tag,

    hier in Hamburg soll nun auch ein Leihfahrradsystem eingerichtet werden. Ein Problem ist nur, dass die Wege für Fahrräder meist sehr schlecht sind. Obwohl seit Jahren eine Verbesserung versprochen wurde passiert wenig.

    Paris könnte, so wie es scheint, auch in Hinsicht auf Fahrkomfort mit den Rad vorbildlich sein.

    Mein Favorit in dieser Hinsicht ist aber Kopenhagen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Udo Schuldt

  4. Unter http://www.bicing.com kann man das System in Barcelona bewundern. Die Fahrräder scheinen mir weniger solide als in Paris. Aber 6000 Fahrräder an 400 Stationen ist eindrucksvoll.

  5. “Über Ostern verbrachte ich ein paar Tage in Paris.”

    Et tu Brute?

    Btw:
    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/france/4570107/Half-of-Paris-rental-bikes-stolen.html

  6. Ich habe die Bike-Stationen letzten Sommer schon in Paris bewundern können und habe tatsächlich auch ziemlich viele Menschen damit unterwegs getroffen. Eine ideale gut-Wetter-Ergänzung für die oft so vollen Metros.

    Wie der Glocalist kürzlich berichtete, gibt es bereits einen ersten Firmenfahrradfuhrpark in Deutschland: Deutschlands erster Fahrrad-Fuhrpark

    Das nenne ich mal umwelt- & menschenfreundliches CSR!

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Lili FuhrLili Fuhr
Lili Fuhr arbeitet zu Klima- und Ressourcenfragen. Sie hat zwei Töchter und lebt in Berlin.
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Tilman Santarius schreibt über Gerechtigkeit und Globalisierung. Er lebt mit seiner Familie auf einem Landgut außerhalb Berlins.
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Arne Jungjohann beschäftigt sich mit Klima- und Energiepolitik. Zur Zeit lebt der gebürtige Hannoveraner in Washington.

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