100 Kohlekraftwerke in den USA verhindert « Klima der Gerechtigkeit

100 Kohlekraftwerke in den USA verhindert

25. Juli 2009, von Georg Koessler

Laut dem Sierra Club wurde letzte Woche das 100. Kohlekraftwerk in den USA seit 2001 verhindert. Damit sind rund 400 Millionen Tonnen CO2 im Boden geblieben. Hierbei handelt es sich um Kohlekrafterke die schon in der ersten Planungphase gestoppt wurden bis hin zu solchen, die schon liefen und stillgelegt wurden. Teilweise werden Krafterke gebaut aber laufen mit Biogas statt Kohle oder es findet ein geplanter Ausbau nicht statt. Die Zahl 100 ist ein optimistischer Blick und wirklich verhindert wurden wohl weniger da einige Firmen aus diversen Gründen (z.B. steigenden Kosten) ihre Bewerbung um den Bau eines KKWs zurückgezogen haben. Doch in einigen Fällen gibt es tatsächlich dank Proteste einen Umschwung von Kohle zu beispielsweise Wind.

Bild von Akuppa auf www.flickr.com

Bild von “Akuppa” auf www.flickr.com

Auch wenn bei den meisten Beschreibungen ein “plan abandoned” (Plan abgebrochen) steht, so gab es doch auch viel jurustischen Kampf als Verstärkung für die Menschen auf den Strassen. Eine Firma (EnviroPower, IL) versuchte sogar ihren Fall vor das höchste Bundesgericht zu tragen. Doch auch in Deutschland werden KKWs verhindert. In guter Erinnerung ist noch der Protest von Moorburg in Hamburg. Bis heute werden Aktivist_innen noch juristisch verfolgt doch sie haben ein Zeichen gesetzt. Auch wenn es in der Hansestadt letztendlich leider nicht gereicht hat geht der “Kampf für ein besseres Klima” weiter. Der BUND hat eine Karte hierzu erstellt. Sieben Kraftwerke von über 30 geplanten/im Bau befindlichen wurden schon verhindert (Stand 04/09)!.

neue KKWs in Deutschland (Quelle: BUND)

neue KKWs in Deutschladn (Quelle: BUND)

Der Stand in den USA: 100 von 150 vor einem guten halben Jahrzehnt geplanten KKWs verhindert. Eine Bilanz, die sich bei aller Schönung sehen lassen kann. Eindrucksvoll zeigt der Sierra Club auf wo und wie sich solche Klimakiller verhindern lassen: so früh wie möglich und vor Ort. Druck von der Strasse auf die Politiker_innen sowie notfalls juristische Mittel zu einem Zeitpunkt, wenn die Firmen immer noch einen weniger schmerzvollen Rückzieher machen können – später kämpfen sie mit aller Macht – verhelfen zu einem besseren Klima. Auf gehts! Es berichteten auch schon Wir Klimaretter darüber.

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