Some weeks ago, the NGO Germanwatch produced a phantastick short movie: The Bill. Now they put a second one out on the net. It is quite different: less ironic, cynical, more honest and deeper. It is worth watching it:
Archiv: Oktober 2009
Grain Of Sand In The Gears
Sandkorn im Getriebe
Vor einigen Wochen hat Germanwatch den phantastischen Kurzfilm “Die Rechnung” vorgelegt; es war der erste Preis in einem Kurzfilmwettbewerb, den sie veranstaltet hatten. Nun ist der zweite Preis produziert worden, mit dem Titel “Sandkorn im Getriebe”. Er ist ganz anders: weniger ironisch, zynisch, spielerisch wie der erste, dafür viel ernster (zu ernst?), stellenweise pathetisch. Angucken lohnt in jedem Fall:
Klima-Aktionstag: der 24.Oktober 2009
Gestern haben Menschen und Umweltgruppen in weltweiten Aktionen auf den Klimawandel hingewiesen und für einen verlässlichen Klimaschutz demonstriert. Agenführt von der Organisation 350.org war der 24. Otkober zum Klima-Aktionstag ausgerufen worden. Es gibt Mut und Kraft zu sehen, in welchen Winkeln so unterschiedlich und doch mit dem immer gleichen Anliegen auf die Strasse gegangen wurde. In Addis Abeba, der Hautpstadt Äthiopiens, demonstrierten 15.000 Menschen.
Und in New York schafften es die die Demonstranten auf die großen Werbeleinwände des Times Square… (weiterlesen…)
RWI betreibt transatlantische Irreführung
Seit Anfang der Woche geistert eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsforschungsinstitutes (RWI) durch die Politszene in Washington. Der Tenor: Das deutsche EEG sei ein ineffizienter und teurer Weg, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Allen voran die Vergütung für Strom aus Photovoltaik sei zu hoch.
Wer internationale Vergleiche zum Ausbau der erneuerbaren Energien kennt, der weiß, dass das Ergebnis wissenschaftlich kaum haltbar ist. (weiterlesen…)
Verhandlungsmikado at its best
Heute hätten sich die EU Finanzminister darauf einigen sollen, welche Summe die EU in Kopenhagen an Transfers für die Entwicklungsländer bereit stellen möchte – für Anpassung wie auch Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen im globalen Süden. Sie haben sich nicht geeinigt. Damit hat die EU eine weitere, sehr wichtige Chance verpasst, den Verhandlungsprozess zu beflügeln. Ein Durchbruch in Kopenhagen ist wieder ein kleines Stück unwahrscheinlicher geworden. Vielen Dank. (weiterlesen…)
Kabinett auf Tauchgang
Die Nachricht hat es am Wochenende sogar in die Tagesschau geschafft: Das Kabinett der Malediven tagte unter Leitung seines Präsidenten Mohamed Nasheed 6 Meter unter Wasser, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Mit Tafeln und Handzeichen verabschiedeten sie einen Aufruf zum Klimaschutz. (weiterlesen…)
Waldschutz in Amazonien: Kontroversen in Sicht
Gastbeitrag von Thomas Fatheuer, Büro Brasilien, Heinrich Böll Stiftung
Im Kontext der Verhandlungen über ein neues Klimaregime ist und bleibt die Einbeziehung der tropischen Wälder eines der umstrittensten Themen. Auch wenn inzwischen ein weitgehender Konsens herrscht, dass die Reduzierung der Entwaldung ein wichtiger Baustein für eine wirksame globale Klimapolitik ist, bleibt das Wie Gegenstand von Auseinandersetzungen. Zwar ist die Abkürzung REDD (“Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation”) nun langsam in aller Munde, aber die unterschiedlichen Akteure füllen sie mit anderen Inhalten. (weiterlesen…)
Yes They Can
Eine ungewöhnliche Allianz für den Klimaschutz wurde dieses Wochenende in der USA publik: John Kerry, einer der progressivsten Demokraten im US Senat, und Lindsey Graham, sein republikanischer Kollege aus dem erzkonservativen South Carolina, haben in der New York Times einen gemeinsamen Kommentar veröffentlicht. Die Senatoren werben darin für eine rasche Verabschiedung des Klimagesetzes. Damit spricht sich erstmals ein konservativer Republikaner aus dem Senat offen für das Gesetz aus, der keiner der „üblichen Verdaechtigen“ ist. Im relevanten Blog climate progress ist von einem Durchbruch die Rede, da das Votum von Lindsey Graham weitere 5-7 Stimmen aus dem republikanischen Lager mit sich bringen dürfte. Damit rückt die „magische Grenze“ von 60 Stimmen näher, die es im Senat braucht, um ein Gesetz überhaupt aufzusetzen. Darüber hinaus wird die Zustimmung von moderaten Republikaner auch etlichen Demokraten aus Bundesstaaten mit starker industrieller oder ländlicher Basis es leichter machen, für das Gesetz zu stimmen.
Aus Bangkok nichts Neues
Letzten Freitag sind zwei weitere Wochen internationaler Klimaverhandlungen zu Ende gegangen, in Bangkok, Thailand. Germanwatch, die es oft besser verstehen als andere NGOs, kleine positive Signale zu deuten und konstruktive Kritik zu äußern, fasst lakonisch zusammen: “zu wenig, zu langsam, zu ambitionslos”. Auch UN-Klimasekretär Yvo de Boer, dem schon qua Amt Zweckoptimismus vorgeschrieben ist, verkündete am Freitag ein mageres Ergebnis. Es gebe mehr Klarheit hinsichtlich umstrittener Passagen im Verhandlungstext, aber bei den zentralen Fragen der mittelfristigen CO2-Reduktionsziele der Industriestaaten und der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in den Entwicklungsländern gebe es kaum Bewegung.
Während bei den Verhandlungen nichts vorangeht, tobt nicht unweit entfernt auf den Philippinen einer der schlimmsten Taifune seit langem, der hunderten von Menschen das Leben und tausenden die Obdachlosigkeit beschert. Doch das scheint die Verhandler_innen nicht beieindruckt zu haben. (weiterlesen…)
Aus der Mitte zum Provokateur

China, das “Reich der Mitte”, war die längste Zeit bekannt für seine zurückhaltende Diplomatie. Selten einmal, dass China auf dem internationalen Parkett Schlagzeilen machte, wie etwa durch ein unerwünschtes Veto im Sicherheitsrat. So war es die längste Zeit auch in der Klimapolitik. Bei der Verhandlungsgruppe “G77 + China”, in dessen Namen das Land schließlich eigens Erwähnung findet, habe ich mich als Beobachter oft gefragt: wo ist eigentlich China?
Das hat sich grundlegend geändert. China ist vom stillen Diplomaten zum offenen Provokateur geworden. (weiterlesen…)

