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Müsli und Radfahren nicht zukunftsfähig ?

3. Juli 2010, von Tilman Santarius

Mike Berners-Lee hat hat eine Berechnung aufgemacht, wie viel CO2 Emissionen durchs Radfahren entstehen (siehe Kolummne im Guardian ). Das hänge, so sein Ansatz, von der vorherigen Mahlzeit ab. Für eine britische “mile” Radfahren fallen laut Berners-Lee an:

65g CO2-Äquivalente, wenn Bananen gespeist wurden
90g CO2-Äquivalente nach Müsli & Milch
200g CO2-Äquivalente, wenn man english breakfast mit Bacon and Eggs verzehrt
2800g CO2-Äquivalente nach Spargel, der per Flugzeug eingeflogen worden ist.

Nicht, dass die Zahlen von Berners-Lee irgendwie belastbar wären. Aber nehmen wir sie mal ernst, was bedeuten sie dann? Hm. Spargel-Essen & Radfahren wäre schlimmer als Porsche fahren. Selbst Müsli und Radeln ginge gar nicht - jedenfalls nicht mehr, wenn wir 80-95% unserer Emissionen bis 2050 vermeiden wollen. Die Lösung also: Sitz-Fasten?

Sind Bücher wie “How Bad Are Bananas? The Carbon Footprint of Everything”, in dem Berners-Lee noch weit mehr solch skurrile und schlecht-fundierte Berechnungen aufmacht, irgendwie hilfreich? Was soll eine Volksverdummung, die nicht mehr zwischen sinnvollen und problematischen Lösungen differenziert?

Foto: von argus_72 auf flickr.com mit Creative Commons Lizenz

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2 Kommentare

  1. Der Witz ist doch, dass Porschefahrer Spargel essen, der per Flugzeug eingeflogen wurde und anschließend noch Porsche fahren. Radlerinnen dagegen essen Müsli mit Sojamilch und radeln anschließen emissionsfrei. Von daher ist die Bilanz nicht falsch, sondern nur unvollständig.

  2. [...] auf klima-der-gerechtigkeit.de: Radfahren und Essen ist schlecht für die Umwelt, weil – je nach dem, was man gegessen hat [...]

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Lili Fuhr arbeitet zu Klima- und Ressourcenfragen. Sie hat zwei Töchter und lebt in Berlin.
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