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Titanicgefühl in der Karibik

Die Klimaverhandlungen in Cancún vermitteln einem ein Titanicgefühl: der Eisberg ist schon in Sicht, aber im Salon wird der Nachtisch serviert. Die Wissenschaft kommt mit immer schlechteren Nachrichten und auf der COP 16 bewegt sich kaum etwas. So sieht es Hermann Ott, der klimapolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen. Die Europäische Union muss ihre Minderungsziele bedingungslos auf 30% erhöhen und sich deutlich für eine zweite Verpflichtungsperiode es Kyoto-Protokolls einsetzen. Auch die Bundesregierung muss mehr Stärke zeigen und in der EU auf eine Erhöhung der Reduktionsziele drängen anstatt sich in Streitereien zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu ergehen.

Da für die kommenden zehn Jahre nicht mit einer Beteiligung der USA an einem internationalen Klimaschutzabkommen gerechnet werden kann, darf nicht weiter auf die Amerikaner gewartet werden. Hermann Ott schlägt deswegen, in Anlehnung an das Modell der EU, eine Klimapolitik der zwei Geschwindigkeiten vor. Die Staaten, die eine ambitionierte Klimapolitik verfolgen wollen, sollten sich innerhalb der Klimarahmenkonvention verbindlich zu Gruppen zusammenschließen. Andere Staaten sollen sich dadurch angespornt fühlen, damit Schritt zu halten.

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