Verhandlungen weit weg von der Zivilgesellschaft

Die Zivilgesellschaft ist auf dem Klimagipfel in Cancún zwar nicht ausgeschlossen, aber doch auch nicht richtig dabei. Die Gespräche finden im Moon Palace statt, die Stände der NGO sind in CancunMesse aufgestellt. Zwischen beiden Orten fährt ein Shuttlebus, der 20 Minuten braucht. Das Forum für die Zivilgesellschaft findet 30 km entfernt statt.

Camilla Moreno findet das symptomatisch für die Verhandlungen. Inhaltlich haben sich die Verhandler von der Zivilgesellschaft entfernt und bieten die falschen Lösungen an, so Moreno. So setzen sie stark auf technische Lösungen, die aber die die wahren Ursachen der Klimakrise nicht anpacken. Die Auswirkungen von solchen technischen Lösungen auf soziale Strukturen und die Umwelt werden dabei völlig außer Acht gelassen. Den Menschen würde vorgemacht, es sei möglich den Klimawandel durch eine einfache Reform der Wirtschaft in den Griff zu bekommen und jeder könne grün und nachhaltig sein. Camilla Moreno sieht darin eine Gefahr, wie sie im Interview klar macht.

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