--> -->

China entwickelt Klimapolitik weiter

Ungeachtet der Tatsache, dass im internationalen Klimaprozess nicht viel vorangeht und die USA weiterhin auf sich warten lassen, arbeitet die chinesische Regierung  im Eiltempo an der Umsetzung seiner Klimaziele. Im März 2011 wurde der neue Fünfjahresplan angenommen, der auch einige ambitionierte Klima- und Energieziele enthält. So soll der Energieverbrauch in den Jahren 2011-2016  um 16% pro BIP-Einheit zurückgehen, die CO2-Emissionen um 17%. Nun, bereits wenige Wochen nach Annahme des Plans, werden die Grundlagen für die Einführung neuer Klima- und Energiepolitik gelegt. Siehe hier ein Bericht aus der China Daily,  oder hier aus Xinhuanews. Schön wäre es, wenn sich China ein Beispiel am Klimagesetz von Großbritannien nehmen würde und gleich den Rahmen für langfristige, verlässliche Klimaziele legen könnte. Aber dafür müssen wir wohl bis zum nächsten Fünfjahresplan warten?

Foto: von 350.org auf Flickr.com mit Creative Commons Lizenz

Dieser Artikel wurde unter Klimaregime abgelegt.

Diskussion

  1. Natürlich ist das besser als nichts. Wenn man betrachtet, dass sich die chinesische Wirtschaft immer mehr hin zu höherwertiger Wertschöpfung entwickelt (anspruchsvollerer technischer Standard der Produkte, höherer Dienstleistungsanteil) sowie dass selbst chinesische Firmen mittlerweile besonders arbeits- und emissionsträchtige Bereiche der Produktion in Länder mit noch niedrigeren Arbeitskosten auslagern (Südostasien und Afrika), so kann man andererseits die Ziele auch nicht als extrem ambitioniert bezeichnen. Gewissermaßen fallen sie bei den genannten Entwicklungen größtenteils automatisch ab.

    Wenn man von durchschnittlich 9% Wachstum des chinesischen BIP pro Jahr ausgeht, dann steigt also das BIP von 2011 bis 2016 um knapp 54%. Zieht man von diesen 154% – gemessen am heutigen BIP – die 16…17% ab, dann kommt man auf ein Emissions- und Energieverbrachsniveau im Jahr 2016 von 129%. Also immer noch 29% mehr innerhalb von 5 Jahren.
    Und wie gesagt: selbst das ist eine Milchmädchenrechnung, weil durch das zunehmende chinesische Produktionsoutsourcing ein gewisser zusätzlicher Energieverbrauchs- und Emissionsanstieg in anderen Ländern zu Buche schlägt.

    „Klimarettung“ geht anders.

  2. Hallo,

    ich denke der Kommentar von M.E. bringt es leider auf den Punkt. Grundsätzlich befürworte ich natürlich auch jegliche Initiative zum Klimaschutz, allerdings sollte dann schon eine Rechnung mit einem Ergebnis unter dem Strich präsentiert werden.

    Ich bin gespannt.

    Freundliche Grüße

Kommentieren