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Kanada steigt aus dem Kyoto-Protokoll aus

Eigentlich nur konsequent und keine Überraschung und doch ein großer Schock: Aus einem Interview mit dem kanadischen Premierminister Harper geht hervor, dass Kanada plant, kurz vor Weihnachten (also nach der COP in Durban) offiziell seinen Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll bekannt zu geben.

Fremdgegangen ist Kanada schon lange.  Sollten sie nun tatsächlich kurz vor Weihnachten die Scheidung einreichen, dann bedeutet das, dass sie trotzdem noch ein Jahr lang – so die festgelegten Regeln – an den Verhandlungen um die Zukunft des Kyoto-Protokolls teilnehmen können (und dabei allen anderen das Leben schwer machen). Es sei denn, sie bekommen jetzt hier in Durban von den Entwicklungsländern und NGOs eine klare rote Karte gezeigt.

 

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Diskussion

  1. Klima- und Umweltsauereien haben leider (jedenfalls bisher) keinerlei negative Konsequenzen für das jeweilige Land.
    Außer ein „machtvolles“: „Du, Du, sowas macht man nicht!“

    Anders als bei politisch mißliebigen Regimen (z.B. vermeintliche oder tatsächliche Unterstützung von Terroristen) gibt es im Fall des Klimaterrorismus keine „Achse des Bösen“, bei denen man per Embargos oder militärischen Aktionen eingreift.

    Wäre ja auch eigenartig, wenn die USA oder Kanada bei sich selber einmarschierten.

    Leider ist zu befürchten, dass dem Klimaterrorismus weit mehr Menschen zum Opfer fallen werden, als bei allen anderen Spielarten des Terrorismus zusammen.

  2. Von schlechten Beispielen lernen – dies hat doch die USA bereits in vielen Verhandlungen gezeigt, sagt Lim Li Lin, Third World Network. Wird es hier in Durban zu einem Ausverkauf der verbindlichen Verpflichtungen zur Emissionsreduzierung kommen?

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