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Protest in Durban: USA doch hier?

Das diplomatische Parkett ist rutschig und steril. Hier läuft alles nach Plan. Zwar dürfen die Minister ihre Reden zeitlich überziehen (sie zu unterbrechen wäre heikel!), doch sonst ist die Organisation perfekt organisiert. Als in Kopenhagen Protestierende ausserhalb des Verhandlungssaals Schilder hochhielten, wurden sie alle aus dem Zentrum geworfen.

Gestern hat die Junge Aktivistin Abigail Borah aus den USA ihren Chefunterhändler Todd Stern (der doch hier zu sein schien!) bloßgestellt. Als dieser nach vorne auf das Podium schritt, stand sie auf und hielt eine flammende Rede welche m.E. weder zu soft noch zu radikal war. Abigail kritisierte das US System und legte den Finger genau in den wunden Punkt der Verhandlungen, welche sich derzeit zu sehr um „Post 2020“ anstatt „Post 2012“ drehen. Hier ist ihre Rede:

“I am speaking on behalf of the United States of America because my negotiators cannot.  The obstructionist Congress has shackled justice and delayed ambition for far too long. I am scared for my future. 2020 is too late to wait. We need an urgent path to a fair ambitious and legally binding treaty.

You must take responsibility to act now, or you will threaten the lives of youth and the world’s most vulnerable.

You must set aside partisan politics and let science dictate decisions. You must pledge ambitious targets to lower emissions not expectations.  Citizens across the world are being held hostage by stillborn negotiations.

We need leaders who will commit to real change, not empty rhetoric. Keep your promises. Keep our hope alive. 2020 is too late to wait.” (Quelle: Democracy Now)

Für den letzten Tag werden weitere Aktionen erwartet…

Zum Video: Protest in Durban

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