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„Banking on Coal“ – wer finanziert weltweit den Kohleabbau?

Trotz Klimaschutzbemühungen hat die globale Kohleproduktion seit 2000 um fast 70 Prozent zugenommen und beträgt heute 7,9 Milliarden Tonnen jährlich. Diesen Ausbau finanzieren Privatbanken, die die Kohlebergbauindustrie zwischen 2005 und 2013 mit 118 Milliarden Euro unterstützten. Über 70 Prozent dieser Summe stellten nur 20 Banken zur Verfügung, unter ihnen die Deutsche Bank auf Platz fünf mit 5,2 Mrd. Euro. Die ersten drei Plätze nehmen die amerikanischen Banken Citi (7,3 Mrd. Euro), Morgan Stanley (7,2 Mrd. Euro) und Bank of America (6,5 Mrd. Euro) ein.

So lautet die Kernaussage der neuen Studie „Banking on Coal„, die urgewald, Banktrack, Polish Green Network und CEE Bankwatch Network heute hier in Warschau bei der COP 19  vorgestellt haben. Dazu kommentiert Heffa Schücking von urgewald:

„Es ist erschreckend zu sehen, dass 20 Banken aus nur sieben Ländern dabei helfen, die Welt in eine Sauna zu verwandeln“, erklärt Heffa Schücking, Geschäftsführerin von urgewald. „Banken haben schon bewiesen, dass sie die Wirtschaft zum Teufel schicken können. Hier sehen wir, dass sie auch das Klima ruinieren.“

Die Deutsche Bank liegt übrigens auf Platz 5 der Top-Kohlebanken. Und so gibt es nicht nur in Warschau anlässlich der Veröffentlichung der Studie Aktivitäten:

Parallel zur Vorstellung des Berichts in Warschau findet in Frankfurt vor der Zentrale der Deutschen Bank eine „Protestlesung“ statt. Mitarbeiterinnen von urgewald lesen aus dem „Dschungelbuch“ vor. Das Engagement der Deutschen Bank bei Coal India bedroht ausgerechnet die Wälder in Indien, die Kipling zu seinen Geschichten inspiriert haben. Bei der Gelegenheit werden der Deutschen Bank 85.000 Unterschriften von Bürgern und Bürgerinnen übergeben, die einen Ausstieg aus dem dreckigen Geschäft mit Coal India verlangen.

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