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Erste Woche COP 19 in Warschau: geringe Ambitionen und Erwartungen

Die erste Woche der Klimaverhandlungen hier in Warschau hat es doch tatsächlich geschafft, die ohnehin geringen Erwartungen noch zu dämpfen. Während die Notwendigkeit höherer Klimaziele so eindeutig ist und eine gewaltige Lücke zwischen Notwendigem und Vorgeschlagenem klafft, erleben wir hier gerade kein Hochschrauben der Ambitionen, sondern im Gegenteil eine Hiobsbotschaft nach der anderen.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Umbrella Group, einem informellen Zusammenschluss von Nicht-EU-Industrieländern in den Klimaverhandlungen (USA, Kanada, Japan, Norwegen, Russland, die Ukraine, Neuseeland, Island und Australien), die sich unter anderem durch die Anzahl der gesammelten Fossil of the Day Awards auszeichnen.

Nachdem Kanada bereits vor der letzten COP in Doha den Austritt aus dem Kioto-Protokoll angekündigt und inzwischen vollzogen hat und die neue Regierung in Australien schon vor der COP 19 die ohnehin schwache und ungeügende Klimagesetzgebung der Vorgängerregierung über den Haufen geworfen hat, hat nun auch Japan einen Rückzieher von seinem Emissonsreduktionsziel verkündet. Darüber sind nicht nur die NGOs, kleinen Inselstaaten und LDCs aufgebracht, sondern sogar die USA meldet sich neben einer Reihe anderer Regierungen kritisierend zu Wort.

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