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Tag 5 der COP 21

Tag 5 der ersten Woche der COP 21 in Paris: Die Staats- und Regierungschefs und -chefinnen sind längst abgereist, die Milliardäre ebenfalls, und die Verhandlungen bewegen sich im Schneckentempo und kaum merklich zwei Schritte vor und einen zurück. Alles wie immer also?

Zum einen Ja: Gegen Ende der ersten Woche einer Klimakonferenz ist die Stimmung selten gut. Die schlaflosen Nächte machen sich bemerkbar, der Zeitdruck nimmt zu. Wie soll man das nur schaffen?

Und doch ist es auch irgendwie anders: Allen ist klar, dass es jetzt ernst ist, dass es in absehbarer Zeit keine weitere Chancen geben wird, einen globalen Deal – wie kümmerlich auch immer – zu erreichen. Und deshalb laufen im Hintergrund die diplomatischen Drähte auch hier viel heißer als sonst, arbeitet die Präsidentschaft (in diesem Fall: die französische Regierung) bereits jetzt – und nicht erst wie sonst üblich ab der zweiten Wochen – auf höchster Ebene an politischen Kompromissformeln.

Und während die Verhandlerinnen und Verhandler über dem neuen Textentwurf von heute morgen (38 Seiten) grübeln, wird außerhalb des Konferenzzentrums von Le Bourget erkennbar, dass sich die globale Zivilgesellschaft trotz Demonstrationsverboten und massiven Sicherheitsvorkehrungen nicht davon abbringen lässt, sich Gehör zu verschaffen – zum Beispiel, in dem sie die Irrwege und Scheinlösungen der Großkonzerne als Greenwashing anprangert (physisch durch Aktionen bei der Solutions COP 21 Messe, siehe auch live auf Twitter, und bildlich durch eine Brandalism Plakat-Kampagne).

 

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