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Gewalt gegen Umweltaktivist/innen in Kolumbien und Peru

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Nestor Martínez. Foto: Sanne Poot, PAX

Kurz nacheinander gab es in Lateinamerika zwei schreckliche Gewalttaten gegen Menschen, die sich gegen ungebremsten Bergbau und die Folgen vor ihrer Haustür einsetzen: Am 11. September 2016 haben Unbekannte Nestor Ivan Martínez kaltblütig ermordet. Martinez setze sich gegen die Erweiterung einer Kohlemine in seiner Region Cesar im Norden Kolumbiens ein.

Am 18. September, nur eine Woche später, ein weiterer brutaler Angriff: Die peruanische Bäuerin Máxima Acuña de Chaupe und ihr Mann wurden von Mitarbeitern der nahe ihrem Land gelegenen Goldmine so zusammen geschlagen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden muss. Acuña lebt in der Region Cajamarca im Norden Perus, wo sich riesige Goldvorkommen befinden, die von multinationalen Konzernen abgebaut werden. Durch ihren mutigen Widerstand, ihr Land zu verkaufen, wurde eine weitere große Mine verhindert. Ihr wurde in 2016 für ihren Kampf der renommierte Goldman Prize verliehen. Ihre Geschichte kann man in einem sehr bewegenden kurzen Film erfahren.

Maxima Acuna (Mitte) mit ihrer Anwältin Mirtha Vasquez (rechts) und ihrer Tochter Ysidora und Enkel Maximo (links). Foto: Earthworks (flickr.com) steht unter Creative Commons Lizenz CC BY 2.0

Beide Vorfälle sind ein weiterer Ausdruck der immer kleiner werdenden Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Akteur/innen in aller Welt. Mehr zu dieser besorgniserregenden Entwicklung berichten wir im unserem Dossier „Es wird eng“.

Und natürlich hat das alles auch sehr viel mit uns zu tun: Deutschland ist einer der wichtigsten Abnehmer für Kohle aus Kolumbien und für unsere modernen und zukunftsweisenden Technologien verarbeiten auch wir hier Gold. Die deutsche Zivilgesellschaft hat Forderungen an Politik und Unternehmen in einem Forderungspapier zusammen getragen. Wie dringend die Forderung nach Schutz und Stärkung der Zivilgesellschaft ist, zeigen diese beiden Fälle.

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