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Fossiler Lobbyeinfluss bei den UN-Klimaverhandlungen

Am 9. Mai wird bei den Zwischenverhandlungen der UNFCCC in Bonn (8.-18. Mai) über das Thema Interessenskonflikte (conflicts of interests) beraten. Noch immer sitzen Vertreter der Öl- und Kohleindustrie als Beobachter bei den Klimaverhandlungen mit am Tisch. So z.B. der europäische Dachverband FuelsEurope (Mitglieder sind Shell, BP, ExxonMobil, Total etc.) und die US National Mining Association. Aber auch beim Weltklimarat IPCC ist das ein Thema, wie ein Brief von 108 zivlgesellschaftlichen Organisationen gerade gezeigt hat.

Aus Anlass des in Bonn angesetzten Workshops der UNFCCC zum Thema hat die US-amerikanische Organisation Corporate Accountability International (CAI) in Zusammenarbeit mit dem britischen Think Tank InfluenceMap den Einfluss von Konzernen und Industrieverbänden auf die Arbeit des UNFCCC gemessen und bewertet. Der Ergebnisbericht mit dem Titel Inside job: Big polluters’ lobbyists on the inside of the UNFCCC ist gerade erschienen. Anhand von Fallstudien wird gezeigt, wie die kommerziellen Interessen einiger Industrieakteure dem Klimaschutz entgegenstehen, und was konkret sie getan haben und tun, um ehrgeizige Klimaziele und -maßnahmen zu verzögern oder ganz zu verhindern.

Mehr zur Geschichte der Diskussion um Interessenskonflikte und die fossile Industrie bei den UN-Klimaverhandlungen gibt es hier.

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