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Monitoring, Recycling und Umwelt- und Sozialstandards: Rohstoffe für die Verkehrswende

Der Verkehrssektor als größter Energieverbraucher Deutschlands rollt in Sachen Energiewende und Reduktion von Treibhausgasemissionen ganz hinten. Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind – so weit die Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen stammt – der Schlüssel zur Senkung von Emissionen aus dem Verkehr.

Elektromobilität bedeutet einen hohen Bedarf an Rohstoffen, die in leistungsstarken Batterien eingesetzt werden können. Der Think Tank Agora Verkehrswende hat gemeinsam mit dem Öko Institut e.V. einen Synthesebericht  veröffentlicht, der sich mit Szenarien der Entwicklung von Elektromobilität in den nächsten Jahrzehnten beschäftigt und die voraussichtlichen Bedarfe von Rohstoffen wie Lithium, Kobalt, Nickel, Grafit, Platin und Seltenen Erden betrachtet. Einige dieser Rohstoffe finden sich wenig überraschend dann auch auf der soeben neu erschienenen Liste der so genannten „kritischen Rohstoffe“ der Europäischen Kommission wieder.

 Aus dem Synthesebericht leiten die Autoren politisch-strategische Handlungsempfehlungen ab, die sie in drei Bereiche gliedern:

1.       Monitoring : Einrichtung eines „Rohstoff-Radars“;

2.       Dämpfung der Nachfrage für Primärrohstoffe: Forschung zu Batterietechnologien, Weiterentwicklung der EU-Batterie-Richtlinie, weltweites Recycling für Lithiumionen-Batterien;

3.       Verbesserung von Umwelt- und Sozialbedingungen der Förderung: Globale Industrieallianz für nachhaltiges Lithium, verpflichtende unternehmerische Sorgfaltspflichten für Kobalt, internationale Kooperation nachhaltiger Bergbau.

Agora Verkehrswende schreibt:

Für den Erfolg der Elektromobilität ist allerdings nicht nur die Versorgung mit Rohstoffen entscheidend. Es sind auch Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln und deren Einhaltung sicherzustellen.

Auch der AK Rohstoffe setzt sich in seinem Positionspapier für die Senkung des Rohstoffverbrauchs und den Schutz von Menschenrechten und Zivilgesellschaft ein.

Die Elektromobilität wird einen großen Anteil am Erfolg des Klimaschutzes haben. Vergessen wir darüber unsere Verantwortung für die Menschen nicht, vor deren Haustür die notwendigen Rohstoffe abgebaut werden!

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