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Grünes Fliegen – gibt es das?

Fliegen ist die klimaschädlichste Form der Fortbewegung, aber die Luftfahrtindustrie wächst enorm und ihre Emissionen übertreffen die aller anderen Sektoren. Die Flugindustrie will deshalb nachhaltiger werden und „CO2-neutral“ wachsen. Dafür hat sie sich verschiedene grüne Strategien überlegt. Die  brandneue Publikation „Grünes Fliegen-gibt es das?“ von Finance & Trade Watch beleuchtet, was die Branche plant und ob die Versprechen gehalten werden können.

Die Broschüre richtet sich an alle, die die aktuellen Greenwashing-Praktiken der Luftfahrt verstehen und sich auf die eine oder andere Art für effektive Antworten auf die Klimakrise einsetzen wollen. Auch zivilgesellschaftliche Antworten und Strategien werden vorgestellt. Eine Zusammenfassung gibt es hier.

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Diskussion

  1. Danke für den sehr informativen Beitrag mit den beiden Links.
    Gerade diese Kompensations-Tricksereien sind die eigentliche Gefahr. Wird doch der nicht wirklich informierte Normalbürger im Glauben gelassen, man könne die schädigende Wirkung seiner Flugreisen mal eben kompensieren. Mit einem guten Gewissen kann man doch gerne auch öfter fliegen.
    Alternative Treibstoffe sind alles andere als klimaschützend. Mit der modernen, hochmechanisierten ist der fossile Energieeinsatz zur Bereitstellung der Biomasse beträchtlich. Weitere Gebiete werden mit Monokulturen in artenarme Bio-Wüsten verwandelt.
    Und wenn erst Palmöl ins Spiel kommt, dann kann man die hochgelobten Biotreibstoffe gänzlich als Desaster bezeichnen, werden weiter ansteigende Mengen an Palmöl doch nur mit Waldrodungen (oft Brandrodungen), dem Trockenlegen von tropischen Feuchtgebieten und auch hier der extremen Reduzierung der Biodiversität und Wasserkreisläufe erkauft.
    Und was auf den ertsen Blick uneingeschränkt positiv wirkt, nämlich der Indienststellung verbrauchsärmerer Flugzeuge, löst sofort durch die damit verbundene Kostenersparnis Preissenkungen für Flüge aus, die dann den sattsam bekannten Rebound-Effekt auslösen: niedrigere Kosten pro Personen-Flugkilomerter = mehr Füge.
    Dann kommt es dazu, dass z.B. bei Lidl und anderen Discountern 14 Tage Indien ab 999,- Euro angeboten werden. So kann es sein, dass der Rebound-Effekt bei einer sparsameren Flugzeugflotte uner dem Strich soger durch wesentlich höheres Luftverkehrsaufkommen zu höheren Emissionen als vorher führt. Und die dann wesentlich größere Flotte an Flugzeugen hat ja neben dem Treibstoffverbrauch auch eine immense Menge an zusätzlicher Energie zu ihrer Herstellung gekostet. Schon vor dem ertsen Flug hat jedes Flugzeug schon einen beachtlichen Emissions- und Ressourcenrucksack.
    Fazit: grünes Fliegen gibt es freilich nicht und manches, was auf den ersten Blick wenigstens ansatzweise positiv aussieht, ist bei näherer Betrachtung im Saldo sogar negativ.

  2. sorry but this sort of report is about ten years too late…like the new idea that riding a bike in the city is the best way to travel

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