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Solidarity to Solutions – Ausblick auf eine spannende Woche in San Francisco rund um den Global Climate Action Summit

San Francisco steht diese Woche im Fokus der globalen Klimadebatte. Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat zum Global Climate Action Summit (GCAS) geladen. Erwartet werden mehr als 4000 offizielle Delegierte (vor allem auch viele lokale Politiker/innen und Bürgermeister/innen aus aller Welt – aus Deutschland reist u.a. Winfried Kretschmann an), zahlreiche Stars (z.B. Harrison Ford und Alec Baldwin) und die großen Namen der internationalen Klimadiplomatie (Christiana Figueres, Patricia Espinosa, Nicholas Stern, Mary Robinson und viele mehr).

Aber auch verschiedene NGOs beteiligens sich am Gipfel: Jennifer Morgan ist als Chefin von Greenpeace International dabei, Manuel Pulgar-Vidal für den WWF. Wael Hmaidan vom Climate Action Network International sitzt im Advisory Committee des Gipfels.

Neben dem offiziellen Gipfel finden in dieser Woche mehrere hundert zusätzliche Events in San Francisco, Berkely, Oakland und Umgebung statt. Die großen philantropischen Stiftungen verkünden neue Pledges, die Wissenschaft tauscht sich aus, Expertinnen und Experten diskutieren über so ziemlich alles, was irgendwie mit dem Thema Klimapolitik zu tun hat.

Doch auch wenn Jerry Brown neben Trump gerade zu als Klimaretter erscheint, steht er auch im Zentrum der Kritik des eher progressiven zivilgesellschaftlichen Spektrums in den USA. Denn Kalifornien hat eine der größten und reichsten Ökonomien der Welt, stellt sich gerne als fortschrittlich in Sachen Umweltpolitik dar – und ist doch einer der größten Öl- und Gasproduzenten.

Am Samstag haben bereits mehr als 30.000 Menschen beim „Rise for Climate“ March in San Francisco demonstriert, um ihren Unmut über diesen Widerspruch auszudrücken. Aber auch mit dem neoliberalen Klimakurs des Gouverneurs, der unter anderem auf eine Ausdehnung des Emissionshandels (der auch Offsets im Waldsektor zulässt) und eine Förderung von Biofuels setzt, sind viele nicht einverstanden.

Das Bündnis It Takes Roots (darunter das Indigenous Environmental Network, IEN, und die Climate Justice Alliance, CJA) und die Aktivist/innen von Idle No More und zahlreichen anderen zivilgesellschaftlichen Gruppierungen (u.a. 350.org) in der Bay Area und landesweit in den USA rufen deshalb diese Woche auch zu zahlreichen Protesten und zivilem Widerstand auf.

Neben der Großdemo am Samstag gibt es u.a. auch einen zivilgesellschaftlichen Alternativgipfel (Solidarity to Solutions ) sowie verschiedene Aktionen zivilen Ungehorsams.

Auf Twitter kann man die Aktionen unter anderem unter den Hashtags verfolgen.

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