Klima’skeptiker‘

Wir freuen uns stets über Menschen, die das Blog lesen, und auch über Kommentare zu den einzelnen Beiträgen. Doch scheint eine Spezies im Internet besonders aktiv zu sein, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Menschheit in ihrer Reaktion auf die Klimakrise zu verwirren. Sie werden manchmal „Klimaskeptiker“ genannt, ein u.E. schmeichelhafter Ausdruck für Teilnehmer einer in Teilen systematisch geplanten Strategie zur Verwirrung und Täuschung der Öffentlichkeit.

Zweifel ist eine notwendige wissenschaftliche Haltung. Nur durch Zweifel wird wissenschaftlicher Fortschritt generiert. Und zu Einzelheiten der Wissenschaft vom menschengemachten Klimawandel gibt es sicherlich noch notwendige Auseinandersetzungen und weiteren Forschungsbedarf.

Doch wer in großer Gefahr nur zweifelt und nicht handelt, der versagt. Bei aller notwendigen Auseinandersetzung im Detail: Der wissenschaftliche Konsens ist nun wahrlich breit genug, um entschlossenes Handeln zu veranlassen. Der vierte Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC hat ihn eindrucksvoll dokumentiert (siehe hier die Zusammenfassungen in Deutsch).

Wer von der Kontroverse verwirrt ist und sich mit den Argumenten der sogenannten „Klimaskeptiker“ auseinandersetzen möchte, sollte die Webseiten des Umweltbundesamts besuchen. Sehr empfehlenswert ist auch die Website von Stefan Rahmstorf, einer der renommiertesten Klimawissenschaftler am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen, mit Verweisen auf zahlreiche weitere Materialien. Gut verständlich ist auch Klimalounge, ein Blog deutscher Klimawissenschaftler.

Wer es wissenschaftlich tiefschürfender möchte und auch der englischen Sprache mächtig ist, den verweisen wir gerne an Realclimate.org, einen Weblog das von einigen der besten Klimawissenschaftlern der Welt betrieben wird und der viele der gängigen Kontroversen detailliert aufbereitet.

Doch unabhängig davon, für wie gewiss oder ungewiss man nun das Wissen um den menschengemachten Klimawandel hält, ist es keine ethisch haltbare Position, unter Verweis auf verbleibende Ungewissheiten auf Handeln zu verzichten. Das hat Donald A. Brown, Professor für Umweltethik an der Penn State University, in diesem Aufsatz auf Climate Ethics schön dargelegt.

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