Grau und bedrohlich ragen die Schlote eines Kohlekraftwerks in den Himmel. Weiß und steril ist der Kontrollraum. Mit kühler Präzision bereiten die Ingenieure ein Manöver im Kraftwerksbetrieb vor. Ein Druck auf eine roten Knopf und die Schornsteine verwandeln sich in Geschützrohre, die den afrikanischen Kontinent ins Visier nehmen. Bilder wie aus einem Hollywood-Kriegsfilm. Sie laufen in einem Filmspot von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung ab Donnerstag in Kinos deutschlandweit und machen klar: Deutsche Kohlekraft bringt die Klimakatastrophe nach Afrika und andere arme Regionen dieser Welt.
Gestern wurde der Film auf der Gala der Green Me Lounge während der Berlinale vorgestellt und jetzt kann ihn jeder unter www.klima-schuetzen.org oder auf YouTube ansehen. Er macht den Zusammenhang zwischen Kohlekraft und Armut durch Klimawandel in den armen Ländern der Welt eindringlich deutlich und ist Teil der Kampagne: “Klima schützen, Armut verhindern”, die sich gegen den Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland wendet. 24 neue Kraftwerke sind hierzulande derzeit im Bau oder in Planung. So wird ein massiv erhöhter CO2-Ausstoß über Jahrzehnte zementiert.
Jede und jeder kann etwas zum Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom und damit zur Armutsbekämpfung beitragen, wenn sie und er zu Ökostromanbietern zu wechselt. Außerdem sollte der Film an möglichst viele Menschen weitergeleitet werden, um klarzumachen, wie problematisch die Kohlekraft ist. Bewertungen und Kommentare auf YouTube sind sehr willkommen.In vielen Kinos Deutschlands läuft ab Donnerstag ein Spot von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung gegen neue Kohlekraftwerke. Gestern wurde er auf der Berlinale vorgestellt und jetzt kann ihn jeder unter www.klima-schuetzen.org oder auf YouTube ansehen.
Wieder mal eine nachdrückliche Aufforderung zu Ökostromanbietern zu wechseln und dem Kohlestrom die rote Karte zu zeigen.
Der Film sollte an möglichst viele Menschen weitergeleitet werden, um die klarzumachen, wie problematisch die Kohlekraft ist. Bewertung und Kommentare auf YouTube sind sehr willkommen.
Artikel getagged mit ‘Klimaschutz’
Klimakiller Kohlekraft – Film ab
CO2 ist in den USA jetzt ein Umweltgift
Eine der zentralen Fragen am Ende der Klimakonferenz in Kopenhagen wird sein: kann die US-Regierung über die zu bescheidenen Vorschläge für Emissionsreduktionen hinausgehen, die derzeit innerhalb des US-Senats und Repräsentantenhaus diskutiert werden?
Heute wurde für eine der Möglichkeiten, die die Obama-Regierung hat, der Grundstein gelegt. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat CO2 und fünf weitere Treibhausgase als gesundheitsschädlich eingestuft. Mit dieser Entscheidung fallen diese Gase in den Zuständigkeitsbereich der EPA. Das heißt auch, dass die Administration im Alleingang, ohne Zustimmung des Kongresses, den Ausstoß dieser Gase regulieren kann. Nachteil: jede zukünftige Regierung kann das sofort wieder rückgängig machen. Und doch öffnet das einige Spielräume für Obama, um in der letzten Nacht von Kopenhagen Zusagen zu machen, die weiter gehen.
Die EU kann minus 40% schaffen
Viele hoffen, dass die EU und andere Industriestaaten in Kopenhagen ordentlich Geld auf den Tisch legen werden. Nur dann werden die Schwellen- und Entwicklungsländer bereit sein, ebenfalls Klimaschutzanstrengungen zu unternehmen. Doch Geld allein löst die Probleme nicht. Woran es ebenfalls mangelt, sind stringente Vermeidungsziele, und zwar von allen Industrieländern. (weiterlesen…)
Klima-Aktionstag: der 24.Oktober 2009
Gestern haben Menschen und Umweltgruppen in weltweiten Aktionen auf den Klimawandel hingewiesen und für einen verlässlichen Klimaschutz demonstriert. Agenführt von der Organisation 350.org war der 24. Otkober zum Klima-Aktionstag ausgerufen worden. Es gibt Mut und Kraft zu sehen, in welchen Winkeln so unterschiedlich und doch mit dem immer gleichen Anliegen auf die Strasse gegangen wurde. In Addis Abeba, der Hautpstadt Äthiopiens, demonstrierten 15.000 Menschen.
Und in New York schafften es die die Demonstranten auf die großen Werbeleinwände des Times Square… (weiterlesen…)
IPCC-Chef fordert Politik heraus
Robert Watson, der jahrelange Chef vom “Weltklimarat” IPCC, war bekannt für seine zugespitzten und provokanten Aussagen. Er hatte keine Scheu, die wissenschaftliche Wahrheit den Regierungen und Klimaverhandler_innen klar und deutlich ins Gesicht zu sagen. Deswegen musste er gehen, denn die Bush-Regierung hatte damals massiv gegen ihn lobbiiert. Sein Nachfolger, Rajendra Pachauri, galt als nicht weniger integer, aber schien aus Sicht der USA und mancher anderer Staaten wohl weniger “aufmüpfig”…
Jetzt aber ist Pachauri mindestens so radikal hervorgeprescht wie sein Vorgänger es vermochte. Er hat sich offen dazu bekundet, dass die Welt das Niveau der Treibhausgase auf 350 ppm Kohlendioxid stabilisieren muss, um 2 Grad – sprich um eine katastrophele Erwärmung – noch zu verhindern. Das dürfte harter Tobak sein für die Verhandler!
Obamama
Um Obama und seine klimapolitischen Pläne ist es ruhiger geworden in den Medien. Kein Wunder, der Hype vom Anfang seiner Karriere als Präsident konnte nicht ewig andauern. Untätig ist seine Administration freilich nicht. Im Hintergrund wird derzeit mit List und Tücke versucht , das geplante Klimagesetzt mit möglichst geringem Schaden durch den Senat zu bringen. Wie groß oder klein der Schaden sein wird, mit anderen Worten: wie stark dieses Gesetzt noch weiter verwässert wird, desto schwieriger wird es in Kopenhagen sein, die USA an Board eines neuen Klimaschutzabkommens zu bringen.
Während es in den Medien still um Obama und Klimapolitik geworden ist, tritt nun seine Großmutter hervor. Junge Kenianer der Solar Generation von Greenpeace haben „Obamama“, wie sie auch genannt wird, haben auf ihrem Haus Solarzellen montiert und sie dazu gebracht, für saubere Energie zu posieren. „Es freut mich sehr, dass mein Haus nun mit Solarzellen ausgerüstet ist und ich werde dafür sorgen, dass mein Enkel davon erfährt“ lässt sie verlauten. Und Abigail Jabines, die Leiterin von Solar Generation Greenpeace, fügt an: „Am Kopenhagener Klimagipfel im kommenden Dezember müssen sich Präsident Obama und andere Regierungschefs endlich darauf einigen, in der ganzen nicht-industrialisierten Welt derartige Projekte zu finanzieren, damit die betroffenen Länder sich an den Klimawandel anpassen und dessen Auswirkungen nach Möglichkeit mildern können.“
Foto © Greenpeace/Dobson
Hoffen wir, dass auch Barack dieses nette Foto von seiner Großmama auf seinen Blackberry gesimst bekommen hat – und das es ihn anspornt, weiter voranzugehen!
WWF+Allianz: “Deutschland ganz vorn im Klimaschutz” – oder?
Die Homepage des WWF überrascht mit einer vertrauten Grafik: Als wäre es das Bekanntheitsgrad-Ranking im SPIEGEL, sind die Köpfe von Staats- und Regierungschefs auf Säulen zu sehen, deren Höhe eine Prozentanzahl angibt. Worum geht es?
Eine Ecofys-Studie im Auftrag der Allianz und des WWFs hat die G8-Staaten sowie die G5, die großen Schwellenländer des Globalen Südens (Brasilien, China, Indien, Mexico und Südafrika) auf ihr Klimaverhalten untersucht. Anhand von Indikatoren, wie “Rolle in den Verhandlungen” oder “Entfernung zum Kyoto-Ziel” aber auch “Energieeffizienz der Industrie”, gab es für die G8-Länder eine Einstufung in drei Kategorien, passend mit einer Ampelfarbe signalisiert. Die G5 haben lediglich eine allgemeine Einschätzung bekommen. (weiterlesen…)
Darth Merkel oder Angie Skywalker?
Nach den Brüsseler Beschlüssen steht Angela Merkels Reputation auf der Kippe. Am Freitag abend, am letzten Tag der Klimakonferenz in Poznan, verlieh ihr Ben Wikler im Namen der Online-Kampagnenorganisation Avaaz.org den „Dark Side of the Fossil Award”. (Mehr zum Fossil of the Day).
Grimmig augenzwinkernd auf den Punkt gebracht lautet die Frage: Wird die Kanzlerin in der nächsten Episode der „Climate Wars”, auf dem Weg zu einem neuen Klimaabkommen in Kopenhagen, auf der dunklen Seite der Macht bleiben? Wird sie die schwarze Maske der Darth Merkel für immer tragen? Oder kann sie sich vom Druck der fossilen Industriedinosaurier befreien und als Angie Skywalker schließlich doch wieder die Führung im Kampf gegen den Klimawandel übernehmen?
Kapitalisten der Welt, vereinigt Euch…
… und fordert ein starkes Klimaschutzabkommen!
Ein Traum? Nein: Institutionelle Anleger, die insgesamt 6,4 Billiarden (engl. Trillions) US Dollar Anlagevermögen repräsentieren, haben in einem gemeinsamen Appell an die Politik ein starkes und bindendes globales Klimaabkommen gefordert. Lesen Sie hier die Presseerklärung und den Appell.
Die drei großen Investorenvereinigungen aus Europa, USA, und Australien/Neuseeland sind der größte Zusammenschluss von Kapitaleignern, die sich bisher zu Klimafragen geäussert haben.
Die zentralen Punkte: (weiterlesen…)
Risiken und Megarisiken
Vor einigen Tagen konnte man diese Szenen an Bord einer Boeing 747 der australischen Fluggesellschaft Qantas sehen:
Dank eines akrobatischen Manövers des Piloten, der in einem Steilflug von 8000 auf 3000m Flughöhe herunterzog, konnte der Flug landen. Kein Mensch kam zu Schaden, ein Wunder, wenn man das Loch im Rumpf sieht. (weiterlesen…)



