In diesen Tagen kommt das weltweit billigste Auto, der Tata Nano, in Indien auf den Markt. Schon im vergangen Jahr hatte die Vorstellung dieses kleinen, auch recht sparsamen, vor allem aber unschlagbar preiswerten Wagens hohe Wellen geschlagen. Sunita Narain, Direktorin des indischen Centre for Science and Environment in Indien und langjährige Partnerin der Heinrich Böll Stiftung, nimmt in einem Leitartikel die These vom “Recht auf ein Auto” auseinander und erklärt, warum der Tata (und andere Autos) eigentlich viel zu billig sind:
The world’s cheapest car, the Nano, rolls out in India this week. Manufacturer Tata Motors says it will change the way Indians drive, for the inauguration places the personal car within the reach of people who once could only dream of owning one. Indeed, the Nano has been marketed as an ‘aspiration’- the right of every Indian to a car. No quibble here. There is no question an affordable car is better than an expensive one; or that a small car, being more fuel efficient, is better than a big one. No question, too, that every citizen of India has as much right to a car as every citizen of America, where vehicle numbers are obscene: some 800 vehicles for 1,000 people (old and young) against our measly 7 per 1,000 people (urban and rural). (weiterlesen…)
Manfred Kriener hat gestern in der taz einen schönen Kommentar geschrieben. Thema: Peak Oil, das Maximum der globalen Ölproduktion – ganz entlang der Informationen, die in diesem Blog schon früher diskutiert wurden.
Kriener schreibt dann mit Bezug auf das indische Billigauto “Tata Nano”: “Man darf darüber spekulieren, wann die galoppierenden Spritkosten den asiatischen Autoboom abbremsen. ” Anders gesagt: Keine Panik angesichts der Autoflut in Asien – das erledigt sich von selbst durch Peak Oil.
Tata Motors hat in Indien mit großer Fanfare das billigste Auto der Welt vorgestellt.
2500 US Dollar soll der Tata Nano kosten, etwa 1700 Euro. Er soll nicht nur in Indien vermarktet werden, sondern weltweit. Damit kommt ein eigenes Auto in Reichweite einer weit größeren Schicht in der Welt. Ein demokratischer Fortschritt? Die Nachfrage ist riesig, ein Milliardenmarkt tut sich auf.
Liebe Leser_innen, die Verbreitung unser Beiträge ist mit den Nutzungsfreiheiten einer Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) gestattet. Bitte verlinken Sie bei einer Nutzung immer auf den Originalartikel.