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Klimagerechtigkeit im Airbus

Die Reisesaison beginnt. Und Tausende fliegen – nach Mallorca oder auf die Malediven. Jeder Flug jede Menge Emissionen.

First, Business, oder Economy: Sind eigentlich alle Passagiere gleichermassen „schuld“ an den Emissionen? Was meinen Sie?

(Quelle: Singapore Airlines – interessant, die Gender-Verhältnisse hier, nicht?)

Physikalisch ist der Unterschied nicht besonders groß. Gut, ein First Class Passagier hat einen schwereren Sitz und braucht etwas mehr Platz. Auch sein Menü ist vielleicht etwas emissionsträchtiger. Aber so richtig viel macht das nicht aus. Also sind die Emissionen allen Passagieren zu gleichen Teilen zuzurechnen? Die meisten Emissionsrechner arbeiten so.

Aber „schuld“ an den Emissionen ist doch v.a. die Tatsache, dass mit diesem Flug Geld zu verdienen ist. Wäre die Verbindung unrentabel, würde sie rasch eingestellt. Das heisst, die Passagiere sind „schuld“ an den Emissionen im Verhältnis zu ihrem Anteil an dem gesamten Umsatz, den die Fluglinie mit dem Ticketverkäufen für diesen Flug macht. Das heisst eben auch: Ein First- oder Businessclass-Passagier, der häufig das drei- bis vierfache eines Economy-Passagiers für seinen Flug zahlt, verursacht auch drei- bis viermal soviel Emissionen.

Interessant, nicht? Würde mich ja interessieren, wie atmosfair und myclimate diese Tatsache in ihren Berechnungen berücksichtigen. Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen.

Was aber nicht heissen soll, dass Sie nun fröhlich Economy fliegen sollten. Bloss weil andere noch schlimmer „sündigen“. Denn am Ende verfliegen alle, die fliegen, den Umweltraum von Dritten. Aber dazu ein andermal mehr.

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