--> -->

Strahlende Landschaften: Krümmel

Auch das AKW Krümmel liegt idyllisch (Foto hier). Blau der Himmel, blau die Elbe, saftig grüne Wiesen. Kein Wölkchen trübt die Wochenendstimmung. Ein Segelboot kreuzt unschuldig über die Unterelbe.

Was auf klimaschuetzer.de fehlt, ist dieses Bild (Quelle: Greenpeace).

Scheibchenweise und erst nach dem Energiegipfel rückt Vattenfall mit der Wahrheit über den Vorfall am 28.06. heraus.

Der BUND hat nun den Störfallbericht von Vattenfall publiziert und schreibt:

Der Bericht des Krümmel-Betreibers belege, dass eine erhebliche Gefahr für den nuklearen Bereich des Atomkraftwerkes bestanden habe. Ein Reaktor, der nicht mit Strom versorgt werde, könne außer Kontrolle geraten. Auch das Ausfallen einer Pumpe der Wasserversorgung im Reaktorinneren sei hochproblematisch. Völlig unklar bleibt nach dem Bericht, warum Steuerungsventile geöffnet wurden. Menschliches Versagen bei der Bedienung der Ventile von Hand nach dem Ausfallen der automatischen Steuerung hätte schwerwiegende Folgen haben können.

Rebecca Harms, grünes Mitglied des Europaparlaments meint:

In der Vattenfall Pressemitteilung, vom 29. Juli hieß es die Sicherheitssysteme des Kernkraftwerkes Krümmel haben wie vorgesehen funktioniert. Damit hat der Betreiber des Atomkraftwerkes die Öffentlichkeit bewusst getäuscht. Auch die Aussage, dass der Brand keine Auswirkungen auf den Reaktor selbst gehabt habe war falsch.

Es ist skandalös, dass Vattenfall erneut systematisch den Verlauf eines Störfalls verharmlost und verschleiert. Auch bei den Störfällen in Brunsbüttel 2001 und im letzten Sommer im schwedischen Forsmark, kam das tatsächliche Ausmaß der Zwischenfälle erst nach und nach ans Licht.

Angesichts der Schwere dieser Störfälle ist diese Politik der Fehlinformation und Täuschung unverantwortlich. Die nach § 7 Atomgesetz geforderte Zuverlässigkeit und Fachkompetenz des Betreibers ist mehr als in Frage gestellt.

Die taz meldet: Rauchgas war in der Leitwarte – nur mit Gasmaske habe ein Mitarbeiter dort seinen Dienst fortsetzen können.

Da bleibt doch nur eins:

Massenhafter Ausstieg aus Vattenfall: Atomausstieg selber machen

Weiterlesen: Strahlende Landschaften: Brunsbüttel
Bericht zu Krümmel auf Spiegel-Online

Dieser Artikel wurde unter Atom, Konzerne abgelegt.

Diskussion

  1. Was wollt ihr eigentlich. Ihr schreibt hier immer nur Unwahrheiten und Halbwahrheiten. In Deutschland gibt es nur Leichtwasserreaktoren diese sind inherent sicher. Das bedeutet ist kein Wasser im Reaktor, geht der Reaktor aus da auch kein Moderator im Reaktor ist. Das heisst nix passiert… Der Reaktor in Krümmel wurde durch eingreifen des Personals schneller in den sicheren Zustand gebracht als es notwendig gewesen war. Und das ist der einzige Fehler gewesen der Passiert ist. Hätte Vattenfall das so publiziert wäre in der Presse alles gut gewesen und ihr Ignoranten wäret gar nicht zum Zuge gekommen. Der Brand in Krümmel war rein konventioneller Natur… Also viel Spaß noch bei eueren Happenings für Windräder…

  2. Na Arthur: lieber ein Windrad vor der Tuer, als ein brennendes AKW im Nachbarland!

Kommentieren