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Update zur Klimawissenschaft seit dem IPCC-Report

Der in diesem Jahr sukzessive veröffentlichte vierte IPCC-Report repräsentiert soweit wie möglich den Stand der Wissenschaft vom Klimawandel. Er ist Ergebnis eines sehr umfangreichen, aufwändigen Diskussions- und Prüfprozesses, und er wird am Ende auch von den Regierungen der Welt kritisch geprüft. Doch braucht ein solcher Qualitätssicherungsprozess sehr viel Zeit. Daher bezieht der Bericht nur wissenschaftliche Publikationen bis Ende 2005 ein. Damit ist der „letzte Stand der Klimawissenschaft“ immer schon ein wenig veraltet, wenn er herauskommt.

Die US-Umweltorganisation NRDC hat jetzt einen Zusammenfassung der neueren Ergebnisse der Klimaforschung seit Ende 2005 veröffentlicht. Also die Ergebnisse, die im vierten IPCC-Bericht noch nicht enthalten sind. Sicherlich kann NRDC nicht dieselbe Autorität beanspruchen wir der Weltklimarat IPCC, aber dennoch ist der zehnseitige Bericht lesenswert.

Ein paar schlagzeilenartige Stichpunkte (als „Appetitanreger“):

* Die bisherigen Modellberechnungen zum Meeresspiegelanstieg haben diesen im Vergleich zu Messdaten unterschätzt
* Die gemessene Erwärmung verläuft an der oberen Grenze des Erwarteten
* Eisschmelze in Grönland und Westantarktis besorgt und irritiert die Wissenschaft
* Meereisrückgang in der Arktis beschleunigt sich dramatisch
* Arten unter Stress durch globale Erwärmung
* Tropische Wälder als „Senken“ wichtiger als bisher gedacht
* Enge Korrelation zwischen steigenden Meerestemperaturen und der Anzahl starker Hurrikane.

Spannende Lektüre. Die weiteres Material liefert, dass der IPCC-Report im Zweifelsfall eher zu konservativ herangeht, als zu alarmistisch.

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