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High Tech + Low Caps + Fair Share

Die Bundesregierung in Person von Annette Schavan betonte gestern auf dem 2. Klimaforschungsgipfel ihre High-Tech-Strategie zum Klimaschutz. Gut so, wir brauchen (auch) Hochtechnologie um diese Herausforderung zu bewältigen.

Doch High-Tech allein wird nicht ausreichen. Wir brauchen dazu auch harte, und sehr ambitionierte absolute Grenzen für den Ausstoss von Treibhausgasen: Low Caps. (Warum: siehe meinen Eintrag „Öko-Innovation ohne Grenzen“).

Und ein Drittes braucht es: Fair Share. Eine gerechte Verteilung der Lasten, aber auch der Chancen im Klimaschutz.
Dazu zählt (1) eine faire Verteilung der Knappheitsrenten des Emissionshandels.
(2) Eine faire Verteilung der Kosten des Klimaschutzes nach Verantwortlichkeit und Leistungsfähigkeit.
(3) Eine faire Verteilung der Lasten der Anpassung an den Klimawandel.
(4) Eine faire Verteilung der Gewinne aus Klimaschutztechnologien. Da wird man sich auch mit den kontraproduktiven Wirkungen von Patenten auseinandersetzen müssen.

Das wäre meine Formel für die Klimawende, und meine Erfolgsformel für Bali: High Tech + Low Caps + Fair Share

Und wo bleiben die Lebensstile? Die werden sich in der Folge von High Tech, Low Caps, und Fair Share zwangläufig ändern müssen. Wir sollten dafür werben, dass die notwendigen Einschränkungen akzeptiert werden (mehr hier und hier).

Dieser Artikel wurde unter Emissionshandel, Klimaregime, Lebensstile abgelegt.

Diskussion

  1. Was ist denn eigentlich mit Ideen, die Klimatechnologien für developing countries patentfrei / frei zur Verfügung zu stellen? Stichwort Wissenstransfer?

    Oder ist das genau in Punkt 4 enthalten?

  2. So könnte man das umsetzen. Allerdings muss man auch sagen, dass im Gegensatz zu Pharmazeutika bei Klimaschutztechnologien die intellektuellen Schutzrechte nur einen relativ kleinen Anteil der gesamten Kosten von Technologien ausmachen.

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