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Das vergiftete Angebot der Bush Administration

WikimediaDaniel Price, ein Mitarbeiter des US Präsidenten für „International Economic Affairs“, hat am Montag in Paris die Bereitschaft der USA erkennen lassen, bindende internationale Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasen einzugehen.

Das ist doch erst mal eine schöne Sache, oder? Sieben Jahre nachdem G.W. Bush mit lauter Fanfare seinen Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll verkündet hat, scheint er nun zum Umdenken bereit.

Leider hat das ganze einen Pferdefuss. Time berichtet: „The U.S. is prepared to enter into binding international obligations to reduce greenhouse gases as part of a global agreement in which all major economies similarly undertake binding international obligations,“ said Daniel Price, according to a BBC report.

„Major Economies“, darunter versteht die Bush Administration nicht die anderen Industrieländer, sondern vor allem Indien und China. Doch Time bemerkt zu recht: The chance of either China and India – two countries that remain poor, despite the speed at which their economies are growing – accepting limits on their greenhouse gas emissions is virtually nil.

Verständlicherweise, solange es kein faires Angebot zum „burden sharing“ gibt, das auf den in der Klimarahmenkonvention verankerten Prinzipien der gemeinsamen und doch unterschiedlichen Verantwortung und Fähigkeiten beruht. (siehe dazu unser GDR-Vorschlag).

Einen „Nonstarter“ hat Ivo de Boer, Generalsekretär der UN Klimarahmenkonvention, denn auch die Bush-Initiative genannt. Ich würde es eher eine PR-Initiative nennen, um den öffentlichen Druck auf die Bush-Administration umzulenken.

America, you can do better!

Hier noch ein Angebot an die Berliner: Heute abend berichten Arne Jungjohann und Felix Matthes über neue Entwicklungen in der Klimapolitik der USA. Eintritt frei!

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