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Die Roadmap der EU-Kommission

Vor zwei Wochen organisierte die Heinrich-Böll-Stiftung in Warschau eine Podiumsdiskussion zu den Perspektiven der internationalen Klimaverhandlungen. Auch eine Vertreterin der EU-Kommission, DG Umwelt, war anwesend und hielt einen hochinteressanten Powerpoint-Vortrag. Nachstehend stelle ich ihn zur Information auch den Lesern dieses Blogs zur Verfügung, die in Warschau nicht anwesend sein konnten.

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Diskussion

  1. Hallo Herr Haas,

    vor allem die letzte Seite hat es mir sehr angetan:

    „You control the climate change“

    Ich halte diese Aussage für äußerst vermessen. Wenn die Klimaforschung in den letzten Jahren uns eins gezeigt hat, dann das beim Klima nichts so konstant ist wie der Wechsel.

    Klimaveränderung, in der heutigen Größenordnung oder auch deutlich stärker ausgeprägt, hat es in der Erdgeschichte schon immer gegeben.

    Veränderungen, auch klimatische, waren in der Geschichte der Erde seit jeher der Hauptantrieb für Veränderung.

    Und Klimawandel hat schon immer stattgefunden, auch vor dem Menschen. Die derzeitig beobachtete Erwärmung seit ca. Mitte des 19. Jahrhunderts stellt keine besondere Ausnahme dar, ist hervorragend mit Faktoren ausserhalb des menschlichen Einflusses erklärbar und ist nach meiner Ansicht auch nicht durch die gebetmühlenartig vorgetragenen Forderungen vieler Enviromentalisten zu beeinflussen.

    Um Kontrolle, nicht unbedingt die des Klimas, geht es dennoch. Und um das Zementieren des Status quo.

  2. Ach, Herr Feldhaus. Es ist immer eine Frage, ob man sich gerne Verschwörungstheorien hingibt oder sich auf das Urteil der einschlägigen Fachleute verlässt. Ich versteh ja, die Botschaft, dass wir das Klima dabei sind massiv zu verändern, ist unangenehm und schwer, weil die Konsequenzen so weitreichend sind. Aber meine Güte, wir können das schaffen, wir haben als Menschheit schon ganz anderes geschafft. Aber je mehr das rausgezögert wird indem man die Fakten ignoriert, desto gravierender wird die Politik irgendwann die Notbremse ziehen müssen. Wer sich also um seine Freiheit sorgt, der muss jetzt Klimaschutz fordern. Nicht erst in 10 oder 20 Jahren.
    Jemand so Unverdächtiges wie die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat in ihrem jüngsten OECD Environment Outlook geschrieben: „Wenn keine neuen Maßnahmen ergriffen werden, laufen wir Gefahr, die Umwelt und die natürliche Ressourcenbasis, die zur Sicherung von Wirtschaftswachstum und Wohlstand notwendig ist, irreversibel zu schädigen. Bei politischer Untätigkeit drohen hohe Kosten.
    Der Ausblick zeigt allerdings, dass es sowohl möglich als auch finanzierbar ist, die größten ökologischen Probleme der heutigen Zeit – darunter Klimawandel, Verlust an biologischer Vielfalt, Wassermangel und Gesundheitsschädigungen durch Umweltverschmutzung – zu bewältigen.“ http://www.oecd.org/dataoecd/30/41/40203598.pdf

    Ach ja, und für denjenigen der nun doch wissen will ob sich die Wissenschaft einig ist in Sachen Verursachung des Klimawandels durch den Menschen: Bitte http://www.skepticalscience.com/naomi-oreskes-consensus-on-global-warming.htm lesen.

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