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Öko – Al Gore, der neue Kühlschrank und ich

Mit Al Gore fing alles an. Doch Peter Unfried macht dort weiter, wo Al Gores „Eine unangenehme Wahrheit“ schwieg: bei den Antworten. Unfried hat sich auf die Suche gemacht. Er hat sie ausprobiert und seinen eigenen Weg zum nachhaltigen Konsum in seinem Buch „Öko – Al Gore, der neue Kühlschrank und ich“ zusammengefasst.

Dem stellvertretenden Chefredakteur der taz ist ein ausgesprochen erfrischendes und informatives Buch gelungen. Es ist Ratgeber, Plädoyer und einfach gute Unterhaltung zugleich. Öko“ ist ein Schmöker, den man kaum aus der Hand geben kann. Mehr noch: Man möchte ihn in möglichst viele, weitere Hände drücken!

Unfried macht jeden Lebensbereich klimatauglich – vom Öko-Strom über das 3-Liter-Auto bis hin zum Bio-Gemüse. Dabei scheut er sich nicht vor den schwierigen Frage, wann sein Ehrgeiz zum Dogma wird, ob seine Leidenschaft für Kalifornien weiterhin den Klimakiller Transatlantik-Flug rechtfertigt, und wie Menschen zu notwendigen Lebensstiländerungen motiviert statt abgeschreckt werden können.

Peter Unfried ist ehrlich, selbstkritisch und unprätentiös. Es ist nicht das erste Buch zu diesem Thema. Und er hat auch das Rad nicht neu erfunden. Aber eines ist ihm gelungen: „Öko“ ist ein Buch, welches das Zeug hat, ganz neue Leserinnen und Leser zu gewinnen und zu aktivieren.

Sein Tipp für Neueinsteiger: als erstes zu Öko-Strom wechseln! Dies setze ein wirtschaftliches und politisches Zeichen über den eigenen Verbrauch hinaus. Und es mache Lust auf mehr!

Unfried macht Klimaschutz sexy. Weg vom Vorurteil des genussfeindlichen Verzichts hin zum Kitzel einer neuen, Lebensqualität steigernden, Herausforderung. Nicht umsonst heißt der Blog zum Buch: Ökosex.

Einen Podcast des SWR finden Sie hier: Anja Brockert im Gespräch mit Peter Unfried. SWR2 Impuls vom 13.03.2008.

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Diskussion

  1. Jörg, danke für die Buchbeschreibung, das hört sich wirklich interessant an. Neulich stand ich schon mal davor und habe noch gezögert, aber heute habe ich es im Buchladen meines Vertrauens bestellt. Dabei habe ich euer „Wege aus der Klimafalle“ noch gar nicht ausgelesen, also nachhaltig ist das nicht… Die Idee des Buches erinnert mich übrigens stark an Leo Hickmans „A Life Stripped Bare“, das ich schon mit großem Vergnügen in England gelesen habe. Der Guardian-Redakteur beschreibt darin seinen von AuditorInnen begleiteten Versuch, nach und nach jeden Bereich seines Lebens nach öko- und sonstigen ethischen Kriterien auszurichten. Sehr hintergründig und sehr amüsant geschrieben. Ich bin schon gespannt wie Unfried das aufzieht!

  2. Oh, ich sehe jetzt erst dass dieser Beitrag von Marc Berthold geschrieben ist. Dann geht das Dankeschön natürlich an Dich, Marc! 🙂

  3. Es stimmt alles! Ich lese und genieße dieses Buch soeben. Ich wünschte, es würde niemals enden.

  4. Manchmal frage ich mich, was aus der Welt geworden wäre, wenn Al Gore wirklich Präsident der USA geworden wäre. Danke für den Tipp.

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