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Neue Berichte: Garnaut, PwC, McKinsey

In Australien ist der Entwurf des sogenannten „Garnaut-Review“ publiziert worden. Benannt nach Prof. Ross Garnaut, dem australischen Ökonomen der ihn leitet, war dieser Bericht von der im vergangenen Jahr neu ins Amt gekommenen Labour-Regierung in Auftrag gegeben worden, um die Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen des Klimawandels für Australien zu untersuchen. (Pressemitteilung hier).

Der Bericht betont die massiven Schäden, die ungebremster Klimawandel für Australien bedeuten würde. Er empfiehlt ein breit angelegtes Emissionshandelssystem, bei dem 100% aller Emissionszertifikate auktioniert werden. Die Einnahmen aus der Auktionierung sollen zu 50% an die Haushalte zurückgegeben werden, 30% sollen die Strukturanpassung der Wirtschaft unterstützen, und 20% für Forschung, Entwicklung und Verbreitung neuer klimaschonender Technologien ausgegeben werden [Hallo Prof Garnaut: Schon einmal an die internationalen Verpflichtungen eines Landes wie Australien gedacht, Entwicklungsländer bei Anpassung und Klimaschutz zu unterstützen?].

Auch die internationale Wirtschaftsprüfungsfirma PriceWaterhouseCoopers hat rechtzeitig zum G8-Gipfel einen neuen Klimabericht vorgelegt. Der Titel: The world in 2050: Can rapid global growth be reconciled with moving to a low-carbon economy?

PwC stellt also die Wachstumsfrage, um sie dann umgehend positiv zu beantworten. Es koste nur 3% des Bruttosozialprodukts, also etwas ein Jahr Wachstum, um die Emissionen einschneidend zu reduzieren.

Der Guardian berichtet weiter: The PwC report sees nuclear energy as potentially playing a role but does not see it as crucial. Similarly, it sees a role for biofuels but warns that this has to be balanced against the need for affordable food.

Auch PwCs Konkurrent McKinsey hat einen Klimabericht produziert: „The carbon productivity challenge: Curbing climate change and sustaining economic growth„. Auch hier wird Wirtschaftswachstum statt als Mittel (z.B. zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen) als Ziel verstanden. Und die Kosten des Klimaschutzes werden auf magere 0,6-1,4% des globalen Bruttosozialprodukts bis 2030 geschätzt. Ein Schnäppchen?

Foto: Dürre in Australien, auf flickr von Georgie Sharp

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