Klimacamps in UK – und hier

In der vergangenen Woche ist in England ein Klimacamp zum Protest gegen das von E.ON geplante Kohlekraftwerk in Kingsnorth gestartet. Kingsnorth ist ein richtiger Klimakiller: 6-8 Millionen Tonnen CO2 wird dieses Kohlekraftwerk jedes Jahr ausstossen.

Morgen ist eine große Demonstration geplant, und einige Demonstranten sind bereit, für ihren Protest auch ins Gefängnis zu gehen. Sie haben in der vergangenen Woche einen Kohlezug blockiert und sind nach der Festnahme mit der Auflage festgenommen worden, das Klimacamp nicht zu besuchen. Die britische Polizei hat das Camp durchsucht und einige Aktionsmaterialien beschlagnahmt.

Das britische Klimacamp hat hochrangige Unterstützung erhalten: von Sir David King, dem ehemaligen Chefberater der britischen Regierung zu Klimafragen, und 225 britischen ParlamentarierInnen (darunter 75 Labour), die eine Entschliessung gegen Kingsnorth unterstützen. Chris Davies, Abgeordneter der britischen Liberaldemokraten im Europaparlament, hat sogar angekündigt eine Zeit im Klimacamp zu bleiben. Es wird eng für E.ON und die britische Regierung.

Aber auch bei uns in Deutschland wird es ein Klimacamp geben: Morgen ist das letzte Vorbereitungstreffen zum Klimacamp in Hamburg, das u.a. gegen das geplante Kohlekraftwerk in Moorburg protestieren wird. Das Camp wird am 15.-24.8. stattfinden.

Klimacamps sind eine weltweite Bewegung: Am 10.-5. Juli hat bereits eines in Australien stattgefunden. Kohlezüge wurden blockiert, 57 Protestierer festgenommen.

Links zu weiteren Klimacamps finden sich hier.


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