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Jetzt auch noch die Kaiserpinguine…

Nicht nur die Eisbären sind vom Klimawandel bedroht, sondern auch die Kaiserpinguine. Entgegen der allgemeinen Annahme, dass sich die Antarktis aufgrund des Ozonloches nicht erwärmt, belegen nun aktuelle Forschungsergebnisse der University of Washington, dass zumindest weite Teile der Westantarktis bei der allgemeinen Erderwärmung Schritt halten.

Da auch in Zukunft mit einer weiteren Verkleinerung des Ozonloches zu rechnen ist, wird sich dieser Trend eher verschärfen. Die Antarktis enthält etwa 75 % der weltweiten Süßwasserreserven. Sollte langfristig die komplette Eisdecke schmelzen bzw. auseinanderbrechen, wäre mit einer Meeresspiegelerhöhung von bis zu 5 Meter zu rechnen. Das bedroht nicht nur die Kaiserpinguine…

Foto: flickr.com von ASOC Pictures

Dieser Artikel wurde unter Klimawandel abgelegt.

Diskussion

  1. Auf Realclimate gibt es dazu noch ein paar genauere Informationen von den Autoren der Studie:
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2009/01/state-of-antarctica-red-or-blue/

  2. „Entgegen der allgemeinen Annahme, dass sich die Antarktis aufgrund des Ozonloches nicht erwärmt …“

    Wer geht denn davon aus?

    Ein Ozonloch bedeutet, dass mehr UV-Strahlung den Erdboden erreicht und nicht mehr in der Ozonschicht der Stratosphäre absorbiert wird. Das hat eine Abkühlung der Stratosphäre und eine Erwärmung des Erdbodens zur Folge.

    „…belegen nun aktuelle Forschungsergebnisse der University of Washington, dass zumindest weite Teile der Westantarktis bei der allgemeinen Erderwärmung Schritt halten.“

    Leider fehlen dazu die Erwärmungstrends. Die NASA zeigt für 1982-2004 noch einen negativen bzw. nicht signifikanten Temperaturtrend für die Westantarktis.

    http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=6502

    Zudem sollte am wissen, das warmes Tiefenwasser, welches aus dem Nordatlantik stammt, an der Antarktischen Divergenzzone, d.h. vor der Küste der Antarktis, aufsteigt.

    http://www.eng.warwick.ac.uk/staff/gpk/Teaching-undergrad/es427/rice.glacier.edu-oceans/GLACIER%20Oceans-%20–%20Antsurfwater_files/4_antsurfacewater.gif

    Dieses Wasser ist Jahrzehnte zuvor im kalten Nordatlantik abgesungen und gelangt erst vor der Antarktis wieder an die Oberfläche. Dieses relativ warme Wasser hatte seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr mit der Atmosphäre und fliest in Tiefen von über 1000 m nach Süden, hat also nichts mit einer anthropogenen Erwärmung am Hut.

    http://140.122.162.57/works/92/cricle/%E5%B0%8F%E5%95%8F%E9%A1%8C/NADW.jpg

    „Da auch in Zukunft mit einer weiteren Verkleinerung des Ozonloches zu rechnen ist, wird sich dieser Trend eher verschärfen.“

    Wer erzählt den das?

    Das Ozonloch hatte im Sep. 2006 seine größte Ausdehnung und im Sep. 2008 seine zweitgrößte Ausdehnung, trotz der seit Jahren abnehmenden FCKW-Konzentration in der Atmosphäre. Hier die Satellitenaufnahmen zum Ozonloch. Ursache sind vermutlich natürliche Wetter- und Klimaschwankungen.

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/11/ozonloch.jpg

    http://www.esa.int/esaEO/SEMREL9FTLF_index_0.html

    Und nochmals. Ein kleiner werdendes Ozonloch bedeutet eher eine Abkühlung des Erdbodens, weil weniger UV-Strahlung den Erdboden durch ein kleineres Ozonloch erreicht.

    „Die Antarktis enthält etwa 75 % der weltweiten Süßwasserreserven. Sollte langfristig die komplette Eisdecke schmelzen bzw. auseinanderbrechen, wäre mit einer Meeresspiegelerhöhung von bis zu 5 Meter zu rechnen.“

    Auch das mit dem Meeresspiegelanstieg ist falsch.

    Schmilzt beispielsweise das Festlandeis Grönlands komplett ab, so würde der Meeresspiegel um ca. 6 m ansteigen. Schmilzt beispielsweise das Festlandeis der Antarktis komplett ab, so würde der Meeresspiegel um ca. 70 m ansteigen.

    Das ist aber derzeit nicht mal in der Westantarktis der Fall. Die Ostantarktis (sie macht den Großteil des antarktischen Kontinents aus) und der antarktische Meereisgürtel kühlen sogar ab.

    http://klimakatastrophe.files.wordpress.com/2008/11/antarctic-sea-ice-belt1.jpg

    Der antarktische Meereisgürtel zwischen 60°S-70°S kühlt sich nach den Satellitenmessungen (UAH und RSS, zwei unterschiedliche Institute) seit 1978 ab. Auch das Meereis der Antarktis zeigt Zuwächse.

    In der Antarktis herrschen extrem kalte Temperaturen vor. In der Zentralantarktis misst man ca. –55 bis -50°C im Jahresdurchschnitt. An der antarktischen Neumayerstation (Randbereich der Antarktis) misst man –16°C im Jahresdurchschnitt. Selbst auf der antarktischen Halbinsel herrschen im Jahresdurchschnitt noch ca. -5°C vor. Temperaturen die leicht über den Gefrierpunkt liegen, treten allenfalls im antarktischen Hochsommer auf und auch nur tagsüber. Somit kommt es auch nicht zu einer großen Eisschmelze.

    Des weiteren sind mehr Niederschläge und mehr Schnee in den letzten Jahren im Bereich der Antarktischen Halbinsel zu verzeichnet. Siehe hier (Thomas et al. 2008).

    http://www.worldclimatereport.com/wp-images/Gomez_fig1.JPG

    Und das sagt Herr Miller vom AWI (Glaziologe, der sein halbes Leben in Arktis und Antarktis verbracht hat) zur Eisschmelze in der Antarktis.

    http://www.awi.de/fileadmin/user_upload/News/Images_Video_Audio/Audio/Interviews/2007/Miller_Climate_31.1.2007/05%20milller_Frage5.mp3

  3. Lieber Herr Müller,
    bitte führen Sie diese Diskussion auf Realclimate.org, hier: http://www.realclimate.org/index.php/archives/2009/01/state-of-antarctica-red-or-blue/ . Dort können Sie mit den Autoren der zitierten Studie ausführlich diskutieren.
    Besten Gruss
    Jörg Haas

  4. @Haas

    Die Studie ist nur ein Teilaspekt des Blogbeitrages. Darf man denn nicht auf Fehler hinweisen?

  5. Im Klima Magazin habe ich einen Artikel darüber gelesen, es heisst, dass die Zahl der Pinguine in den letzten Jahren durch die erschwerten Lebensbedingungen, um ca. 50 % zuzrück gegangen ist.

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