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Klimawissenschaft trifft sich in Kopenhagen

Drei Tage lang haben sich beim International Scientific Congress Climate Change: Global Risks, Challenges & Decisions in Kopenhagen über 2.500 TeilnehmerInnen aus 80 Ländern getroffen, um sich über die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse auszutauschen und diese an die Öffentlichkeit zu bringen.

Die wesentlichen allgemeinen Kernbotschaften lassen sich nachlesen. Die klingen vielleicht wenig bedrohlich. Fakt ist aber, dass sich die ExpertInnen vor allem darin einig sind, dass es noch viel schlimmer aussieht, als im letzten Bericht des IPCC verkündet. Neuere wissenschaftliche Ergebnisse belegen jeweils noch höhere Temperatur- und Meeresspiegelanstöße.

So sagte beispielsweise Katharine Richardson, Professorin an der Universität von Kopenhagen, die Kongress auch mit einer bewegenden Rede eröffnete, in einem Interview: „We can forget about the 2C. We are now facing the situation where we have to avoid a 5-6 C rise in temperature.“

Bis Juni soll eine kurze und allgemein verständliche Zusammenfassung der Ergebnisse vorliegen, die dann allen TeilnehmerInnen des Klimagipfels im Dezember 2009 in Kopenhagen zugänglich gemacht werden soll.

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Diskussion

  1. Passender Weise wurde die Konferenz u.a von DONG gesponsert: http://climatecongress.ku.dk/sponsors/star_spponsors/
    DONG steckt u.a. hinter dem geplanten neuen Kohlekraftwerk in Lubmin … Glücklicherweise hat DONG einige Probleme dieses Projekt durchzubekommen, siehe http://www.wir-klimaretter.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2476&Itemid=70

  2. Danke für den Bericht.

    So furchbar bedrückende Ergebnisse.

    Meiner Meinung nach muss nun jede Politik neu überdacht und dem Primat des Klimaschutzes folgen.

    Z.B. sollten Konjunkturprogramme in dieser Weise eingesetzt werden.

    Nebenbei bemerkt hat das Umweltbundesamt 40 Milliarden Euro klimaschädliche Investitionen in D. identifiziert die umgewidmet werden sollten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Udo Schuldt

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