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Piedibus

Ein neues Nahverkehrsmittel ist im italienischen Lecco am Comer See erfunden worden. Kostengünstig, gesundheitsfördernd, und unglaublich klimafreundlich: Der Piedibus.

Der International Herald Tribune berichtet:

Each morning, about 450 students travel along 17 school bus routes to 10 elementary schools in this lakeside city at the southern tip of Lake Como. There are zero school buses.

In 2003, to confront the triple threats of childhood obesity, local traffic jams and – most important – a rise in global greenhouse gases abetted by car emissions, an environmental group here proposed a retro-radical concept: children should walk to school.

They set up a piedibus (literally foot-bus in Italian) – a bus route with a driver but no vehicle. Each morning a mix of paid staff members and parental volunteers in fluorescent yellow vests lead lines of walking students along Lecco’s twisting streets to the schools‘ gates, Pied Piper-style, stopping here and there as their flock expands.

Gute Idee! Hier gibt es mehr Informationen.

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Diskussion

  1. Wie wäre es, wenn in diesem Blog die Deutsche Diskussionen wieder vermehrt aufgegriffen werden? Es gab vor Kurzem eine Diskussion zur Wechselwirkung Emissionshandel-EEG, die leider bei EEG-Befürworter nur abgeblockt wurde. Es gibt gerade die Diskussion zu den AAUs (http://www.ftd.de/politik/international/:Treibhausgase-Hot-Air-statt-Klimaschutz/493255.html).

    Ich fände es gut, wenn Grün, sei es Grünen, Heinrich Böll, Greenpeace oder Bund, den Emissionshandel noch mal neu überdenken würden.

    Hie noch mal wie Steve Stoft die aktuellen Diskussionen aufgegriffen hat: http://stoft.com/ebooks/cap-secrets.pdf

    Ich werde übrigens dieses Steckenpferd wieder auf dem BuKo-Kongress in Lüneburg reiten. (Wenn alles gut geht.) http://www.buko.info/buko_kongresse/buko_32_in_vorbereitung/

    Schöne Grüße,
    Johan

  2. Nicht, das dieser Fakt besonders stark der wissenschaftlichen Aufklärung bedurfte, ABER: Eine aktuelle Studie der University of British Columbia hat offiziell festgestellt, dass die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zur persönlichen Fitness (im Rahmen der Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen) beiträgt. Hier die Pressemitteilung: Public transit users 3 times more likely to meet fitness guidelines. Und auch da, wo der ÖPNV nicht so zuverlässig funktioniert, wie in Italien oder Canada, leistet er etwas für die Gesundheit der Mitbürger, wie die taz kürzlich berichtete: Chaos beim ÖPNV Fahrrad wiederentdeckt.

    Bei RESET kümmern wir uns nicht nur um die Gesundheit der Mitmenschen, sondern auch unserer Umwelt – daher gibt es bei uns einen Artikel zum Thema CarSharing. Einmal das Gepäck von zu Hause zum vereinbarten Treffpunkt tragen, hält ja auch fit. 🙂

  3. Hallo Johan,

    das ist ein komplexes Thema, das nicht mal so einfach aus dem Ärmel geschüttelt werden kann. Denn in der Tat gleicht der Versuch, den Emissionshandel zum Funktionieren zu bringen, dem einen Pudding an die Wand zu nageln.
    Da ich gerade aber nur „ehrenamtlich“ neben meinen Hauptjob bei der ECF blogge, bringe ich gerade nicht die Zeit auf, das Thema breiter zu behandeln.
    Was aber die Powerpoint von Steve Stoft angeht, so finde ich es ein Missverständnis, das Kyoto-Protokoll mit dem Emissionshandel in eins zu setzen. Kein Land wird durch das Kyoto-Protokoll zum Emissionshandel gezwungen. Jedes Land kann auch andere Instrumente, auch eine Ökosteuer, wählen um seine Verpflichtungen zu erfüllen.
    Herzlich

    Jörg

  4. Hallo Jörg,

    ich stimme Dir zu, dass das Thema komplex ist. ich versuche gerade, meine Argumentation für den Workshop in Mai auf die Reihe zu kriegen, und das ist Arbeit. Ich wollte auch nicht nur Dich, sondern auch Lily ansprechen.

    Steve Stoft setzt meines erachtens das Kyoto-Protokoll nicht gleich mit Emissionshandel. Er sagt aber, dass der Cap nach hinten los geht.

    Der Emissionshandel, wie wir sie in Europa kennen, ist eine selbst gestrickte Implementierung des Kyoto-Abkommens. Was wir aber in Deutschland mit den CER-Zertifikate machen, ist Kyoto. Das ‚Hot Air‘ Artikel in der FTD verweist auch auf Kyoto-eigene Zertifikate.

    Ich wundere mich dauerhaft, dass die NGOs in Kyoto sich zähneknirschend auf Emissionshandel eingelassen haben und jetzt Befürworter sind.

    Stofts Idee eines ‚untax‘ (CO2-Steuer, die auf allen Einwohner umverteilt wird) finde ich sehr sympathisch. ich tendiere immer noch nach Ordnungsrecht.

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