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Kabinett auf Tauchgang

MaledivenDie Nachricht hat es am Wochenende sogar in die Tagesschau geschafft: Das Kabinett der Malediven tagte unter Leitung seines Präsidenten Mohamed Nasheed 6 Meter unter Wasser, um gegen den Klimawandel zu protestieren. Mit Tafeln und Handzeichen verabschiedeten sie einen Aufruf zum Klimaschutz.

Nicht zum ersten Mal taucht dieses kleine Land mit spektakulären Nachrichten in den Medien der Weltöffentlichkeit auf. Und immer geht es um das Klima. So will das Land z.B. als erstes Land der Welt bis 2020 Co2-neutral werden (siehe hier). Aufmerksamkeit bekam es auch mit der Nachricht, dass die Regierung einen aus den Tourismuseinnahmen gespeisten Fonds aufgelegt hat, mit dem sie Land in anderen Staaten erwerben will (z.B. Sri Lanka oder Indien), um ihre Bevölkerung von 400,000 im Fall einer vollständigen Überflutung der Inseln umzusiedeln (siehe hier).

Dieses Szenario könnte schon sehr bald (noch in diesem Jahrhundert) Wirklichkeit werden. Das Schneckentempo der laufenden Klimaverhandlungen macht der Bevölkerung des Inselstaats leider keine allzu großen Hoffnungen, dass dies noch zu verhindern ist. Vielleicht hätten sie zu ihrer Unterwassersitzung ein paar Staatschefs der größten Verschmutzerstaaten einladen sollen, damit die einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie es sich anfühlt, wenn man den Boden unter den Füßen verliert.

Foto: Creative Commons Lizenz, Quelle: www.flickr.com von ~konny

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