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Naiv, dreist und peinlich: Die Kanzlerin und die Atomkonzerne

Naiv: Die Kanzlerin bittet die Energiekonzerne, mehr in Erneuerbare Energien zu investieren und verspricht ihnen dafür längere Laufzeite. Dass ich nicht lache. Die werden bestimmt schön artig sein und gehorchen.

Dreist: Die Inhalte des Gutachtens, das das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI) gemeinsam mit dem Schweizer Prognos-Institut und dem Wirtschaftsforschungsunternehmen GWS zur Vorbereitung des Energiekonzepts für die Bundesregierung erarbeitet hat, sind noch immer nicht öffentlich. Klar ist aber, dass das EWI von Eon und RWE finanziert wird und Vertreter der Unternehmen auch im Verwaltungsrat sitzen. Das riecht doch stark nach objektiver wissenschaftlicher Forschung, oder?

Peinlich: Währenddessen reist die Kanzlerin auf AtomEnergietour durch’s Land, weigert sich, mit Atomkraftgegner/innen zu diskutieren und hat vor allem eines erreicht: Atomkraft ist Wahlkampfthema und der Protest der Bürger/innen nimmt zu. Die Atomriesen trampeln eben zum Glück doch nicht alles platt (via Greenpeace Blog).

Update (30.8.): Die Inhalte des Gutachtens sind zwar immer noch nicht bekannt, aber die Kanzlerin faselt schon mal was von 10 bis 15 Jahre und „vernünftig“ und „fachlich angeraten“. Warum sagt Herr Röttgen nichts?

Update (31.8.): Jetzt habe ich die sagenumwobenen Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung doch gefunden und es kann jeder und jede selber nachlesen.

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