--> -->

Chevron zu Schadensersatz verurteilt

Es klingt was zu schön, um wahr zu sein: Der amerikanische Ölkonzern Chevron ist von einem ecuadorianischen Gericht zu Schadensersatzleistungen in Höhe von 7 Milliarden Euro verurteilt worden. Gegen die Umweltzerstörung durch den Konzern in den 70er und 80er Jahren hatten 30.000 Bewohner der Provinz Sucumbíos geklagt.

Die Summer ist lächerlich klein im Vergleich sowohl zum angerichteten Schaden als auch zu den Gewinnspannen des Unternehmens. Aber es geht auch um die symbolische Bedeutung einer solchen Verurteilung. Deshalb gefällt mir besonders gut, dass das Gericht auch verfügt hat, dass sich Chevron nun mittels Zeitungsanzeigen bei den Bewohner/innen der betroffenen Region entschuldigen muss.Ich kann es kaum erwarten, diese Anzeigen zu lesen. Wenn Ihr /Sie uns Textformulierungen oder Bilder für eine solche Entschuldigungskampagne von Chevron schicken wollt, dann veröffentlichen wir die gelungenen sehr gerne hier auf Klima der Gerechtigkeit und leiten sie auch an den Konzern weiter!

Chevron will das Urteil anfechten und der Rechtsstreit wird noch eine Weile weitergehen. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn dann kann auch die öffentliche Debatte dazu weitergehen..

Dieser Artikel wurde unter Klimaregime kategorisiert und ist mit , verschlagwortet.

Diskussion

  1. Interessant ist hierbei, ob es sich um einer konkrete Umsetzung des „Buen Vivir“ Gedankens handelt, oder nur um Interesse am Geld für die Schadensbeseitigung. Das Buen Vivir (gute Leben) ist seit einigen Jahren in der ecuadorianischen Verfassung verankert (dank Alberto Acosta, der im November auch in der Stiftung zu Gast war) und sieh u.a. den Einklang von Natur und Menschen vor. Wem das schon zu politfolklorisch ist, dem sei gesagt, dass die Natur selbst sogar ein Rechtssubjekt in Ecuador (und Bolivien) ist. Das hat aber nicht nur etwas mit indigen-sozialistischen Tendenzen der Mächtigen dort zu tun, sonder auch mit der Einsicht, dass unser kapitalistisches System (Paradebeispiel: Chevron) und der nachhaltige Schutz der Natur nicht einfach so Hand in Hand gehen können. Viel Theorie… hier in der Umsetzung? Wer weiß mehr?

Kommentieren