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Versagt auch FSC? Was machen Berliner Grüne jetzt?

Noch am Wochenende haben die GRÜNEN in Berlin unter der Führung ihrer Spitzenkandidatin und eventuell nächsten Bürgermeistern von Berlin, Renate Künast, auf ihrem Parteitag u.a. darüber gestritten, wie nachhaltig Biomasse (v.a. aus Waldbewirtschaftung) sein kann. Folgender Kompromiss hat sich am Ende ergeben:

Die Nutzung von Biomasse darf für die Energiegewinnung nur bei Einhaltung strenger Nachhaltigkeits- und Sozialsstandards erfolgen und soweit ihr Import entwicklungspolitische Ziele nicht gefährdet, sondern befördert. Es ist weiterhin umstritten, ob in Zukunft tragfähige Nachhaltigkeitskriterien, insbesondere im internationalen und weltweiten Rahmen, überhaupt erreichbar sind und zuverlässig überwacht und eingehalten werden können. (…)

(Quelle: Grüne LAG, Markierung von mir)

Nun hat der Schwedische Naturschutzbund (ein Bericht auch hier bei den Klimarettern) nachgewiesen, dass nicht nur im Globalen Süden (von den Grünen ganz mondän mit „weltweiter Rahmen“ umschrieben), sondern selbst in einem westlichen Wohlfahrtsstaat wie Schweden, das Siegel des Forest Stewardship Councils (FSC) – Vorreiterin und Vorbild im Waldschutz – nicht wirklich vor Abholzung der Wälder schützt. Schon im letzten Jahr verließ der der Verband, der im Original den schönen Namen „Naturskyddsföreningen“ trägt, den FSC. Schon damals hatten viele FSC-zertifizierte Unternehmen gegen die Auflagen verstoßen und wurden nicht bestraft.
Vielleicht sollten die Grünen also nicht nur bei der Bildungspolitik einen Blick nach Norden riskieren?

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Diskussion

  1. Georg, ich wäre sehr interessiert zu erfahren welche technisch und ökonomisch machbare Lösung du für den Ersatz des Heizkraftwerks Lichtenberg im Auge hast. Der Strom ist natürlich relativ leicht zu ersetzen (wenn auch nicht trivial in der bedarfsgerechten Lieferung von Leistung gerade im Winter), aber woher soll die Fernwärme kommen?

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