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Banken und Atomkraft: Wer zahlt was?

Wer sich schon immer gefragt hat, woher das viele Geld kommt, dass die unrentablen und riskanten Atomkraftwerke weltweit finanziert, der findet auf der Seite www.nuclearbanks.org des Bank Track Networks hiflreiche Informationen.Unter anderem erfährt man da, dass die Japanische Entwicklungsbank Hauptinvestor für die japanischen Atomkraftwerke ist (etwa 12,2 Milliarden US Dollar in 2010) und dass die Deutsche Bank mit 7,8 Millionen € weltweit auf Rang 7 steht, was die Finanzierung von Atomkraft angeht. Spätestens jetzt sollten sie verstehen, dass das keine sinnvolle und sichere Investition ist.

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Diskussion

  1. Ist doch völlig klar, wer die Kosten für das Atomzeitalter zahlt: bezüglich der Nachsorgezeit von 10 Plutonium-Halbwertzeiten bezahlen das die nächsten 8000 Generationen. Obwohl die nicht mal mit einer Wattsekunde Atomstrom selbst davon profitieren.
    Und was die gewaltigen Kosten für den Abriss der der 440 Atomkraftwerke in den nächsten Jahrzehnten angeht, inklusive der jahrhundertelangen Lagerung des mittelradioaktiven und jahrzehntelangen Lagerung des geringstrahlenden Abfalls, bezahlt natürlich der Steuerzahler. Und der zahlt natürlich auch für die Kosten, die sich aus Havarien wie Harrysburg, Tschernobyl oder Fukushima ergeben – die sich ja auf gewaltige Beträge summieren.
    Wenn die Energiekonzerne gezwungen gewesen wären, Rückstellungen für alle vorraussichtlichen Folgekosten in der Gegenwart und Zukunft zu bilden, die der Kernkraftnutzung zuzuschreiben sind, dann wäre niemals ein einziges AKW gebaut worden. Nur durch die Delegierung der Kosten auf eben den Steuerzahler und auf tausende zukünftiger Generationen konnte man überhaupt die friedliche Nutzung der Kernkraft realisieren. Also dank des „Nach-mir-die-Sintflut“-Prinzips.
    Mit der fossilen Energie ist das nicht anders. Natürlich kennt auch niemand halbwegs exakt die Ewigkeitskosten der fossilen Energie – von Erdfällen bis hin zu den Kosten des Klimawandels.

    So wie WIR leben kann man nur leben, wenn man zur umfassenden Analyse der Folgen seiner Lebensweise nicht bereit oder in der Lage ist, oder wenn man trotz Bereitschaft zur Analyse nicht sein Leben radikal verändert, was innnerhalb der gegenwärtigen gesellschaftlichen Strukturen und Zwänge zugegebenermaßen auch nicht ganz einfach ist.
    Ich muss mir da durchaus selbst ernste Vorwürfe machen, obwohl ich ernsthaft um Bescheidenheit und Reduzierung meiner materiellen Ansprüche bemüht bin. Aber aus der Sicht einer Hemdennäherin in Bangladesch oder eines Landwirts des 19. Jahrhunderts ist mein materielles Lebensnivaeu immer noch als exzessiv zu bezeichnen.
    Das Zeug zur freiwilligen Askese habe ich nicht. Geht es jemandem von Euch anders? Dann: Hut ab!

  2. Dank dieser Website habe ich auch den letzten Ruck bekommen – und bin seit Januar auch privat bei der GLS Bank. 🙂

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