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COP 17 in Durban – der Deal steht…

… und wir melden uns in den nächsten Tagen mit einer ausführlichen Auswertung. Klar ist auf jeden Fall, dass wir trotz Einigung am Ende kein Ergebnis haben, dass gefährlichen Klimawandel verhindern kann oder genügend Finanzen bereit stellt. Doch was genau im Durban Package drin steckt und wie das zu bewerten ist, ist gar nicht so leicht. Jetzt schlafen sich jedenfalls alle erstmal aus nach zuletzt mehr als 30 Stunden quasi non-stop Verhandlungen. Beim Aufwachen werden wir dann merken, wie stark der Kater wirklich ist.

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Diskussion

  1. Die Niederlande setzen vermehrt auf Kohle; OBWOHL sie das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben und damit eine Verpflichtung zur CO2-Reduktion eingegangen sind.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,801162,00.html

    „Trösten“ wir uns also angesichts des niederschmetternden Durban-Lösungsverschiebebahnhofs damit, dass selbst ein brauchbareres Ergebnis die Emissionen auch nicht wesentlich eingedämmt hätten.
    Denn es hat für die Länder nicht die geringsten Konsequenzen, wenn sie ihre Verpflichtungen nicht einhalten, insbesondere nach dem Flop des Zertifikatehandels.
    Länder wie Spanien konnten ihre Selbstverpflichtung meilenweit verfehlen, ohne spürbare Konsequenzen.

  2. Kanada ist nun auch formell aus dem Kyoto-Przess ausgestiegen:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,803321,00.html

    Sehr demaskierend auch dieser Satz:

    „Die Regierung der Liberalen habe Kyoto damals unterzeichnet, aber nie beabsichtigt, dessen Ziele wirklich zu erreichen.“

    Und das betrifft nicht nur Kanada.

    Statt 10% Reduktion der Emissionen (ohnehin kein wahnsinnig ehrgeiziges Ziel für ein Hochemissionsland) hat Kanada dieselben um 35% gesteigert.
    Und das, obwohl Kanada mit seiner zahlenmäßig geringen Bevölkerung und seiner einzigartig großen Pro-Kopf-Verfügbarkeit an nachhaltig zu nutzenden natürlichen Ressourcen der Klima-Musterschüler sein könnte.
    Und nun reicht ein formeller Austritt, um sich von den ohnehin begrenzten finanziellen Folgen des klimapolitischen Kamikaze-Kurses zu befreien.

    Das zeigt, auf welch tönernden Füßen selbst das Kyoto-Protokoll bei den wenigen Ländern steht, die sich ihm angeschlossen haben.
    Mit einem Beitritt von deutlich mehr Ländern zum Kyoto-Protokoll (oder dessen späterer Nachfolgevereinbarung) wäre noch lange nicht gesichert, dass das 2-Grad-Ziel eingehalten werden könnte.

    Das ist alles ein einziger Desaster. Die NGOs sollten diese traurige Realität mit aller Konsequenz thematisieren und die Placebo-Klimapolitik fast aller Staaten als völlig unzureichend disqualifizieren.

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