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Zum Auftakt in Doha: Wegweiser durch die Klima-Wüste

Seit gestern tagt in Doha die 18. UN-Klimakonferenz und wir werden in den kommenden zehn Tagen live von dort berichten. Zum Einstieg hier schon einmal ein kleiner Wegweiser durch die Klima-Wüste:

– Mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der MENA-Region haben wir uns bei der Heinrich-Böll-Stiftung in den letzten Wochen viel Mühe gemacht, gute Analysen und Beiträge für unser dreisprachiges Webdossier („Seasons of Change„) zusammen zu tragen. Da gibt es nicht nur Infos zum Stand der Verhandlungen, der Position der Arabischen Länder und der Rolle des Gastgebers Katar, sondern auch Texte, die sich damit befassen, was Klimawandel, Energiepolitik und Ressourcenkontrolle mit dem Arabischen Frühling zu tun haben.

– Das Climate Action Network International produziert seine täglichen ECO Newsletter.

– Das Third World Network (TWN) dokumentiert den Fortschritt der Verhandlungen. Ebenso der ENB Service des IISD.

– Die Konferenz wird übrigens auch in vielen Teilen live übertragen.

– Stark vertreten in Doha ist die Arabische Jugend (konkret: das „Arab Youth Climate Movement„). Für mehr als hundert Vertreterinnen und Vertreter aus der Region hat die Gastgeberregierung die Kosten für Flug und Hotel übernommen…

 

 

 

 

 

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Diskussion

  1. Ein Beispiel dafür, wie die Weichen in den Emiraten gestellt werden:

    http://www.spiegel.de/reise/fernweh/dubai-will-multi-freizeitpark-komplex-bauen-a-869769.html

    Für weitere Emissionsrekorde ist also reichlich gesorgt.
    Hoffentlich wird Doha ein Tribunal gegen solchen Wahnsinn, egal wo auf der Welt. Ohne jeglichen watteweichen Diplomatieschnickschnack!!!
    Ob in Dubai, Macau, Las Vegas, den neuen Braunkohle-Kraftwerken in Deutschland, den immer zahlreicheren Luxus-Riesenkreuzfahrtschiffen auf den Weltmeeren oder sonstwo.

    Fast hat man den Eindruck, es wurde ein Ehrenpreis um die höchsten Emissionen ausgelobt.

    Vergesst das 2-Grad-Ziel. Es wird mit maximaler Geschwindigkeit gerissen werden.
    Hunderte neue und vor allem ZUSÄTZLICHE Kohlekraftwerke pro Jahrzehnt, fast 70 Millionen Autos mit Verbrennungsmotoren pro Jahr (davon 40% sog. „light trucks“), hunderte neue Großflughäfen, Spaßzentren und Shopping-Malls und vieles andere werden genau dafür sorgen, dass dieses Ziel massiv verfehlt wird.

    Ganz nebenbei: in den Permafrostböden, die jetzt beginnen aufzutauen, sind 1,7 Billionen Tonnen Kohlenstoff gebunden – das Doppelte dessen, was sich gegenwärtig insgesamt in der Atmosphäre befindet.
    Auch wenn nur maximal 25% auftauen sollten (mehr wäre eher nicht möglich auf Grund der Tiefe mancher Permafrostschichten), wäre schon das Ende jeglicher Einflussnahme erreicht.
    Von den 8 bis 11 Billionen Tonnen Kohlenstoff in den maritimen Methanhydraten wollen wir lieber schweigen.
    Denn wenn von denen auch nur 3% auftauen, dann sind Katar oder Dubai auf keiner Landkarte mehr zu finden.
    Was dann schon fast tröstlich wäre…

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