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Offener Brief von Pablo Solon, Nnimmo Bassey und Bill McKibben

Zum Start des Klimagipfels hier in Doha haben drei prominente Aktivisten einen offenen Brief erstellt, in dem sie fordern, dass mehr als zwei Drittel der fossilen Reserven im Boden bleiben müssen, wenn wir es ernst meinen mit dem Klimaschutz. Die Autoren sind Pablo Solon, früherer UN-Botschafter für Bolivien, jertzt Direktor bei Focus on the Global South, Nnimmo Bassey, bis vor Kurzem Vorsitzender von Friends of the Earth International und immer noch Environmental Rights Action Nigeria, und Bill McKibben, Gründer von 350.org.

Die Forderung ist nicht neu. Das macht sie aber nicht weniger wichtig. Und sie kommt zum richtigen Zeitpunkt. Und vor allem bauen die drei eine wichtige Brücke zwischen denen, die scharfe Klimaschutzziele für alle Länder fordern, und denen, die auf das „Recht auf Entwicklung“ für die Entwicklungsländer drängen. Denn sie definieren dieses so: „The right to development should be understood as the obligation of the states to guarantee the basic needs of the population to enjoy a fulfilled and happy life, and not as a free ticket for a consumer and extractivist society that doesn’t take into account the limits of the planet and the wellbeing of all humans.“

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Diskussion

  1. Die Berechtigung der Forderung in diesem offenen brief ist so zwingend, offensichtlich und alternativlos (hier ist dieses Wort berechtigt), dass es schon fast weh tut, dass nicht alle Teile der Weltgesellschaft zu diesem Schluss kommen.
    Wahrscheinlich deshalb, weil die sich daraus ergebenden Konsequenzen für das Leben jedes Einzelnen sehr umfangreich und drastisch sind.

    Nur werden die Konsequenzen eines „weiter so“ der ständig steigenden Bereitstellung fossiler Energieträger kein bisschen weniger umfangreich und drastisch sien.
    Nur etwas später eintretend.

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