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Diskussion

  1. Sehr gut!
    Ergänzt werden sollte der Film noch durch folgende Informationen:
    – in den ausgedehnten Frackinggebieten muss eine dichte Infrastruktur an Straßen und Betonfundamente für die Rigs installiert werden welches alternative Landnutzung (z.B. Landwirtschaft) stark beeinträchtigt.
    Der Rückbau dieser ausgedehnten Infrastruktur nach der Ausbeutung ist offensichtlich nicht in die Kostenkalkulation des Tight Gases einkalkuliert und wird deshalb bisher nicht realisiert.
    – Tight Gas hat pro KWh Energiegehalt eine wesentlich hähere Emssion an Methan und CO2, da einerseits Methan auch aus der Bodenoberfläche austritt (dokumentiert in Versuchen mit Auffangvorrichtungen und dem anschließenden Entzünden des aufgefangenen Gases) und außerdem durch den gegenüber konventionellem Gas wesentlich höheren Energieinput pro Kubikmeter Gas, der überwiegend aus anderen fossilen Energieträgern stammt. Dies Emissionen dieses fossilen Inputs müssen dazuaddiert werden.
    – In einzelnen Fällen ist es duch das Fracking bereits zu Gebäudeschäden gekommen durch die ausgelösten seismischen Wellen.

    Außerdem wehre ich mich generell gegen die Propagierung auch konventionellen Gases als „klimafreundliche Alternative“ zu Öl und Kohle.
    Richtig ist, dass Gas (wenn keinerlei Gas bei Transport und Förderung unkontrolliert austritt!) die Hälfte der Emissionen wie Braunkohle und 30% weniger wie Öl verursacht pro Energieeinheit.
    Es gibt allerdings Untersuchungen, die belegen, dass die offiziellen Berchnungen unvollständig sind und Erdgas eben durch Emissionen bei Förderung und Transport doch nicht so gut dasteht.
    Aber selbst, wenn man den offiziellen Berechnungen folgt ist Gas eben nur etwas weniger klimaschädlich als Öl, aber alles Andere als klimafreundlich.
    Klimafreundlich ist einzig und allein Null Emission (die es ohnehin nicht gibt bei irgendeiner Art der Energieerzeugung. Selbst Solar- und Windenergie sind eben „nur“ deutlich weniger klimabelastend, als die fossilen Energieträger. Denn graue Energie für Rohstoffberietstellung, Produktion, Transport, Installation und Entsorgung muss natürlich immer mit berücksichtigt werden).

    Es gibt eben nur sehr klimaschädliche, mäßig klimaschädliche oder deutlich weniger klimaschädliche Energieproduktion. NIE jedoch eine klimaFREUNDLICHE Energieproduktion.

    Womit überhaupt nichts gegen die deutlich weniger klimaschädliche Energieproduktion gesagt sein soll – ganz im Gegenteil. Wir sind nun mal auf Energie angewiesen bei Aufrechterhaltung einer gewissen Zivilsationsstufe und sollten darauf fokussiert sein, so wenig Schaden WIE MÖGLICH zu verursachen.
    Wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob man bei der heutigen Situation von einer hohen Zivilisationsstufe sprechen kann in mancherlei Hinsicht.

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