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90 Unternehmen für zwei Drittel der globalen Emissionen verantwortlich

90 Unternehmen sind für zwei Drittel der globalen Emissionen seit 1850 verantwortlich! Das zeigt eine Recherche, die der Guardian heute veröffentlich hat. Die Zahlen sind erstaunlich und die Analyse hat das Potenzial, die Debatte um Klimagerechtigkeit auf den Kopf zu stellen. Denn auf einmal kann man die Frage historischer Verantwortung für den Klimawandel, die die UN-Verhandlungen seit Jahren lähmt, durch eine ganz neue Brille betrachten – und nicht nur als Nord-Süd-Konflikt.

Nur 7 der 90 Unternehmen sind übrigens keine Öl-, Gas- oder Kohlekonnzerne (siehe interaktive Graphik) – sondern produzieren Zement. Die Hälfte der Emissionen ist in den letzten 25 Jahren emittiert worden. 31 sind staatseigene Konzerne. Hier ein paar Beispiele: Chevron verantwortet 3,52 % der globalen Emissionen, Saudi Aramco 3,17 %, die polnische Kohleindustrie 1,84 %.

 

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Diskussion

  1. Ja und nein!
    Natürlich kann man mit recht diese These aufstellen, dass diese Konzerne einen solchen übergroßen Anteil an der historischen Emissionslast haben.
    Aber sie waren tätig im Auftrag derjenigen, die deren Produkte und Dienstleistungen nachgefragt haben. Also der Masse der Menschen in den Ressourcenhochverbrauchsländern.
    Das soll kein Plädoyer für diese Konzerne sein. Aber jeder, der seinen Tank füllt, seinen kohlelastigen Strom verbraucht, die Fahrzeuge der Autokonzerne kauft, im Winter alle Räume seiner Wohnung heizt, mit Flugzeugen fliegt usw. ist Koalitionär dieser Konzerne.

    Wir (die Masse der Europäer, Nordamerikaner usw.) tragen die Klimaschuld. Diese Konzerne haben uns nur die Möglichkeit dazu gegeben. Indem sie in unserem Auftrag (durch unsere Nachfrage) tätig waren. Und natürlich auch auf uns einwirkten, unsere Nachfrage zu steigern.

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