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Chefs der größten fossilen Konzerne haften persönlich für Klimawandel

Für die Chefs (und die wenigen Chefinnen) der größten Öl-, Gas- und Kohlekonzerne (die sogenannten „Carbon Majors„) wird es eng: Sie haben heute Post von Greenpeace International, WWF und dem Center for International Environmental Law (CIEL) erhalten. Die stellen in Frage, ob die Manager gegen den Klimaschaden versichert sind, den ihre Operationen hervorrufen. Die Versicherungsgesellschaften selber, die solche Haftpflichten ausstellen, haben sie ebenfalls angeschrieben. Die Verantwortlichen in den größten fossilen Konzernen könnten persönlich haften, wenn ihr Unternehmen Klimawandelskeptiker oder Lobbyismus gegen wirksame Klimapolitik finanziert, so die NGOs:

„It’s personal to the victims of super typhoon Haiyan who lost family members and homes in the Philippines. It’s personal to farmers in California and Australia whose land is now too dry for farming. It should also be personal for any oil, gas and coal company directors who mislead the public by funding climate denialism and stopping action on climate change. The responsibility – not just the devastating effects – should be personal.“(Leanne Minshull, Greenpeace International)

Diese Aktion reiht sich ein in eine ganze Sammlung von Kampagnen und Initiativen, die das Ziel haben, das fossile Business Modell zu unterminieren; u.a. die Arbeit der Carbontracker Initiative zu „unburnable carbon“ / „carbon bubble„, die Divestment Kampagne von Bill McKibben und 350.org und zahlreichen Ansätzen, die sich strafrechtlich mit diesen Fragen auseinandersetzen. Da sich unter den 90 „Carbon Majors“ auch 3 deutsche Konzerne befinden (RWE, RAG und HeidelbergCement), ist das Ganze auch im Kontext der aktuellen Debatten zur Energiewende und einem Kohleausstieg in Deutschland relevant.

 

 

 

 

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