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Bundesregierung plant, Fracking in Naturschutzgebieten zu erlauben

Noch im Juli wurde das Eckpunkte-Papier von Hendricks und Gabriel als Fracking-Verbot ausgelegt. Leider gab es da nur wenige und leise Gegenstimmen, die vor einem Fracking-Ermöglichungsgesetz warnten. Diese Sorgen scheinen sich jetzt aber zu bestätigen: Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie der Bundesregierung hat am Mittwoch über Details des geplanten Fracking-Gesetzes beraten und dabei offenbar einige der vorgesehenen Vorschriften wieder aufgeweicht, berichtet die Frankfurter Rundschau. Fracking wird in sogenannten Natura 2000 Gebieten nun nicht mehr vollständig ausgeschlossen.

Und es ist bestimmt kein Zufall, dass Exxon kurz vor der internen Regierungsabstimmung zu Fracking mit einer großangelegten PR Kampagne unter dem Motto „Lassen Sie uns über Fracking reden“ die öffentliche Meinung für sich gewinnen will, u.a. durch angeblich „gift-freies“ Frac-Fluid. Das bleibt bis auf Weiteres eine Behauptung ohne Beleg. Zudem löst es das Problem des ‚Flowback‘ nicht: Die in den Untergrund gepresste Flüssigkeit spült nämlich je nach Geologie Schwermetalle, krebserregende und sogar radioaktive Substanzen aus dem Gestein, die dann an die Oberfläche treten.

Nachtrag (01.10.14): BUND und DNR haben eine wunderbare Kurzanalyse veröffentlicht, die die verschiedenen Fracking-Mythen entlarvt. Frau Hendricks erhielt gestern von BUND und Campact über eine halbe Millionen Unterschriften gegen Fracking.

 

 

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