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Fossil Fuel Bailout – Wie die G20 Steuergelder verschleudern und den Klimawandel anheizen

Pünktlich zum anstehenden G20 Gipfel in Australien hat die Organistion Oilchange International gemeinsam mit dem Overseas Development Institute erschreckende Zahlen vorgelegt: Die G20 Regierungen geben jährlich $ 88 Milliarden an Subvention für die Exploration (Suche) nach neuen fossilen Brennstoffen aus. Im Klartext: Obwohl wir wissen, dass 80 % der fossilen Reserven, die die Unternehmen bereits in ihren Büchern haben, sowieso im Boden bleiben müssen, um eine absolute Klimakrise zu verhindern, geben sie gigantische Mengen an Steuergeldern aus, um weitere neue Reserven zu entdecken!

Und nicht nur das: Die Ausgaben der Regierungen liegen dabei mehr als doppelt so hoch wie die der Öl- und Gasfirmen – was nahelegt, dass diese Explorationsvorhaben gar nicht ohne staatliche Subventionierung auskommen.

Die G20 Regierungen haben sich bereits vor 5 Jahren vorgenommen, fossile Subventionen abzubauen. Seitdem ist wenig geschehen. Und die Subventionierung neuer Explorationsvorhaben ist nun tatsächlich so ziemlich das blödeste, was man sich zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen kann. Da berichtet sogar Spiegel online.

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Diskussion

  1. Genau so ist es!
    Nicht an ihren Worten soll man sie messen, sondern an ihren Taten. Worte stoppen keine Klimaveränderungen.

    Die Weltöffentlichkeit ist ohnehin schon sehr bescheiden geworden. Da gilt es schon als Durchbruch, dass China „nur“ noch weitere 15 Jahre seine CO2-Emissionen steigern will und „beabsichtigt“, diese ab 2030 zu senken.

    Und die USA, die ja tasächlich ihre Weltrekordemissionen pro Kopf absenken „wollen“, jubilieren über immer größere Mengen an Fracking-Öl (derzeit schon 4 Millionen Barrel am Tag) und freuen sich über jeden neuen Rekord bei der recovery rate ihrer Ölförderung.
    Was nichts anderes heißt, dass immer mehr zusätzliches Öl verbrannt wird, das früher als nicht förderbar galt.
    Da bleibt nichts im Boden, was sich irgendwie technisch und wirtschaftlich fördern ließe, schon garnicht 80%.
    Und wenn es sich nicht wirtschaftlich fördern lässt, springt eben der Staat subventionierend ein.

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