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COP 20 in Lima geht mit Verhandlungen um Textentwürfe in die zweite Woche

Fast vorweihnachtliche Stimmung – eine seltsame Mischung aus erwartungsvoller Spannung und freudiger Erregung – herrschte gestern im „Pentagonito“, dem Konferenzzentrum der UN-Klimakonferenz in Lima. Der Grund dafür waren die beiden Textentwürfe, die die Vorsitzenden der Verhandlungen für ein Abkommen in Paris im nächsten Jahr vorgelegt haben.

Bei dem einen Text handelt es sich um einen ersten Entwurf eines möglichen Abschlussdokuments für die Lima-Konferenz. Bei dem anderen um eine Zusammenstellung von Optionen, die letztlich zu einem Verhandlungstext für das Pariser Abkommen werden könnte. Das klingt sehr kompliziert. Ist es auch. Beide Texte sind voller Klammern, Optionen, Widersprüchen und Möglichkeiten. Sie stellen eben den Stand der Verhandlungen da, wo letztlich (fast) nichts entschieden und alles offen ist.

Allerdings bringt die Tatsache, dass es nun diese Texte gibt, doch einen entscheidenden Vorteil: Man kann sich an ihnen abarbeiten. Und genau das haben alle fieberhaft gestern morgen begonnen: Delegationen genau wie NGOs, Beobachter/innen und vermutlich auch die Unternehmenslobby. Die ersten Analysen und Einschätzungen fallen – wen überrascht’s? – gemischt aus. Die Texte enthalten Gutes und Schlechtes.

Das Climate Action Network International hat als Zusammenschluss mehrerer hundert in den Verhandlungen aktiver NGOs eine Checkliste (Wunschzettel) für die Minister erstellt, die nun nach und nach in Lima ankommen und sich die kommenden Tage mit diesen Texten befassen müssen.

Aber bis zu einer Entscheidung ist es noch ein langer Weg. Gestern sind sie bei der ersten Verhandlungsrunde wohl nicht über den ersten Paragraphen hinweggekommen.

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