--> -->

People’s Test on Climate 2015

Was ist die Messlatte für einen Erfolg beim Klimagipfel in Paris, der in einer Woche beginnt? Diese Frage stellt sich auch eine große Allianz aus sozialen Bewegungen, Umwelt-NGOs, Gewerkschaften und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen mit starken Wurzeln und Verbindungen zu lokalen Gemeinschaften und Menschen, die vor allem im Globalen Süden bereits heute massiv von Klimawandelfolgen betroffen sind.

Ihr Hoffnung: Es gibt bereits heute eine  Vielzahl an Lösungen, die nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch den Menschen. Von dezentralen erneuerbaren Energien bis hin zu agroökologischen Praktiken der Anpassung in der Landwirtschaft – wir wissen genau, was zu tun wäre, um die ökologischen Krisen in den Griff zu bekommen.

Mit dabei sind u.a. Action Aid, das katholische Hilfsnetzwerk CIDSE, Friends of the Earth International, Greenpeace, die Panafrican Climate Justice Alliance (PACJA), Oilwatch, 350.org und Oxfam. Gemeinsam haben sie nun den People’s Test on Climate 2015 entworfen, also eine Messlatte aufgestellt, an der sie den Erfolg von Paris messen wollen.

Dabei ist nicht wichtig, ob es nun einen konkreten Kriterienkatalog gibt oder einen Prozess der gemeinsamen Bewertung von Textpassagen aus dem Verhandlungsdokumenten. Wichtig ist, dass die hier vereinte Zivilgesellschaft mit einer Stimme spricht und eine Botschaft hat: Wenn Paris scheitert, dann scheitert es nicht aus Mangel an guten Ideen und Lösungen, sondern an mangelndem politischen Willen, die notwendigen Weichen zu stellen.

 

 

Dieser Artikel wurde unter Allgemein abgelegt.

Diskussion

  1. Im Jahr 2030 werden wir erkennen, ob die Klimakonferenz in Paris ein Erfolg war.
    Bisher gab es keine erfolgreichen Klimakonferenzen. Denn nie stiegen die Emissionen so schnell wie seit der Zeit, seitdem es Klimakonferenzen gibt.
    Die Reduzierungszusagen, die die einzelnen Länder machen, sind wertlos, so lange es für die Nichteinhaltung nicht wirklich schmerzhafte Strafen gibt.
    So konnten sich z.B. Länder einfach aus dem Kyoto-Protokoll verabschieden, ohne dass es für sie merkliche Konsequenzen hatte.
    Man braucht nur zu betrachten, wie sich die Zahl der Kohlekraftwerke entwickelt, wie hoch der Anteil von SUV´s und Pick Up´s unter den PKW-Neuzulassungen ist, wie sich der Flugverkehr entwickelt usw., und schon kann man abschätzen, wie sich die Emissionen des Landes in den nächsten 15 Jahren entwickeln werden.
    Und da sieht die Zukunft in vielen Ländern alles andere als rosig aus. Bei etlichen Ländern im Gegensatz zu den Versprechungen im Vorfeld von Paris.
    Gerade die deutlich gesunkenen Preise für Öl, Gas und Kohle wirken da als gigantisches Emissionssteigerungsprogramm. So lange diese Energieträger nicht durch politisches Handeln massiv verteuert werden (z.B. durch einen WIRKSAMEN Emissionshandel oder durch andere steuerliche Instrumente), so lange werden die Zusagen von Paris Schall und Rauch sein.

Kommentieren